Psychologisches Institut untersucht die aufrechterhaltenden Faktoren des prämenstruellen Syndroms (PMS)

Teilnehmerinnen für Online-Studie gesucht

22.02.2011

Viele Frauen kennen die Beschwerden: schlechte Laune, Anschwellung der Brust, Bauchschmerzen, Heißhunger, Ein- und Durchschlafprobleme und Konflikte mit dem Partner, Freunden und Kollegen oder andere körperliche oder psychische Beeinträchtigungen, die in der Woche vor der monatlichen Regelblutung auftreten können. Bis zu 80% der Frauen leiden unter diesen Beschwerden, dem sog. prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Die Symptome des PMS sind ebenso vielfältig wie unterschiedlich. Obwohl ein Großteil der Frauen jeden Monat erneut unter PMS-Beschwerden leidet, gibt es bisher nur sehr wenige Studien dazu. Dies soll sich nun ändern: Seit Februar 2011 untersucht das Psychologische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Kooperation mit der Universität Linköping (Schweden), welche psychologischen Faktoren, wie zum Beispiel die erlebte Partnerbeziehung oder Stress, mit prämenstruellen Symptomen zusammenhängen.

Für die Erhebung sucht die Abteilung Klinische Psychologie des Psychologischen Instituts betroffene Frauen, die an der Studie teilnehmen möchten. Die Teilnehmerinnen sollten zwischen 18 und 44 Jahre alt sein, einen regelmäßigen Menstruationszyklus haben und an prämenstruellen Beschwerden leiden. Im Rahmen der Studie führen die Teilnehmerinnen während eines Zyklus ein Symptomtagebuch über ihre Beschwerden und füllen zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten Fragebögen aus. Da es sich um eine Online-Studie handelt, kann die Teilnahme von zu Hause aus erfolgen. Durch das Symptomtagebuch erhalten die Teilnehmerinnen einen individuellen Symptomverlauf, den sie zur weiteren Besprechung mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin nutzen können. Nach Abschluss der Studie erhalten die Teilnehmerinnen eine Aufwandsentschädigung von €30 sowie einen sechsmonatigen Zugang zu einem PMS-Internet-Diskussionsforum.

Das Psychologische Institut hofft, dass die Studie dazu beitragen wird, die Behandlungsmöglichkeiten für PMS in Zukunft auszubauen und zu verbessern.

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Kontakt Kontakt
Dr. Maria Kleinstäuber
Dipl.-Psych. Katarina Schmelzer
Abteilung für Klinische Psychologie & Psychotheraphie
Psychologisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-39100

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