DIVERSITY - Neues Mentoringprogramm im Ada-Lovelace-Projekt an der JGU
Neuer Projektzweig begreift Vielfalt als Chance und fördert junge Menschen mit Blick auf die berufliche Orientierung in ihrer Verschiedenartigkeit
10.03.2011
Das Ada-Lovelace-Projekt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat ein neues Mentoringprogramm namens "Diversity" aufgesetzt mit dem Ziel, Vielfalt als Chance zu begreifen und Menschen in ihrer Verschiedenartigkeit wahrzunehmen und in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Das Mentoringprogramm "Diversity" richtet sich gezielt an Schülerinnen mit Migrationshintergrund, an Schülerinnen aus benachteiligten Nichtakademiker-Familien sowie an Schülerinnen mit besonderen körperlichen Einschränkungen bei positivem schulischen Potenzial. Untersuchungen zufolge besitzen insbesondere junge Migrantinnen ein starkes Interesse an Berufen und Studiengängen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), die große Zukunftsperspektiven bieten. Die schulische und berufliche Orientierungsphase ist sehr wichtig, überfordert die Schülerinnen allerdings auch oft. Das Mentoringprogramm "Diversity" will hier ansetzen und die Schülerinnen mithilfe speziell geschulter Mentorinnen beim Übergang zu einer weiterführenden Schule, in ein Hochschulstudium oder in eine Ausbildung unterstützen.Die Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts sind junge Studentinnen, die jeweils 3-4 Schülerinnen eine langfristige Begleitung und Unterstützung ab dem 10. Schuljahr anbieten. Sie bringen eigene Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte in die Mentoringbeziehung ein, sind den Schülerinnen Vorbild und besprechen über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr hinweg gemeinsam die Berufs- oder Studienpläne der Schülerinnen. Die Mentorinnen helfen gern dabei, diese Pläne dann konkret anzugehen und zu verwirklichen. Wenn von den Schülerinnen gewünscht, begleiten die Mentorinnen sie auch zur Studien- oder Berufsberatung oder unterstützen sie in der Bewerbung um ein Praktikum. Neben dieser vertrauensvollen, intensiven Begleitung erhalten die Schülerinnen individuelle Schulungsmaßnahmen und ein Bewerbungstraining, um ihr Selbstvertrauen zu stärken. Ziel ist es, junge Frauen und Mädchen aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen verstärkt für technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge und Ausbildungsberufe, die sogenannten MINT-Fächer, zu begeistern. Der wachsende Fachkräftebedarf fordert und fördert neue Möglichkeiten, die Potenziale von Frauen besser auszuschöpfen.
Ebenfalls im Rahmen des "Diversity"-Programms ist eine intensive Elternarbeit angedacht, um evtl. aufkommenden Barrieren und Vorurteilen frühzeitig entgegenzuwirken. Den Eltern soll erklärt werden, dass Mädchen und junge Frauen in Berufen mit guten Zukunftsperspektiven nicht nur erfolgreich sein können, sondern auch gute Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten haben. Darüber hinaus ist eine gute Zusammenarbeit mit Organisationen und Verbänden im Bereich Migration und Integration unabdingbar, um hier Synergieeffekte zu nutzen.
Das neue Projekt ist auch an weiteren Standorten des Ada-Lovelace-Projekts in Rheinland-Pfalz angelaufen, so an der Universität Koblenz Landau Campus Koblenz, an der Technischen Universität Kaiserslautern und an der Fachhochschule Trier.
Der Projektzweig "Diversity" wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz finanziert.
