Online-Studie zum Prämenstruellen Syndrom (PMS): Psychologisches Institut der JGU sucht Teilnehmerinnen für die Mainzer PeMoS-Studie

Forschungslage zum Prämenstruellen Syndrom (PMS) soll verbessert werden

22.06.2011

Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Angst, Anspannung, Wut, Konzentrationsprobleme, Energielosigkeit, Brustempfindlichkeit, Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Appetitveränderungen, Verlust von Interesse… Viele Frauen empfinden die Phase kurz vor der Periode als sehr belastend. Prämenstruelle Symptome (PMS) sind sehr verschieden, schränken den Alltag ein und machen die Bewältigung normaler Anforderungen zur Hürde. Die Beschwerden beginnen kurz vor der Periode und gehen nach Einsetzen der Menstruation meist recht schnell wieder zurück. Es gilt Entstehungsbedingungen und Psychopathologie besser zu verstehen, um letztlich adäquate (psychotherapeutische) Behandlungsmethoden zu entwickeln. Obwohl das Störungsbild relativ häufig auftritt und potenziell jede Frau davon betroffen sein könnte, gibt es über das Prämenstruelle Syndrom (PMS) noch recht wenige wissenschaftliche Studien. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) befasst sich seit Kurzem die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie mit dem Problem und seiner Behandlung. Jetzt startet eine Online-Studie, die die emotionalen Reaktionen von Frauen untersucht, die unter dem PMS leiden. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen gehen der Frage nach, ob Betroffene auf negative Eindrücke stärker reagieren und insgesamt anders mit ihren Gefühlen umgehen als Nichtbetroffene. Für diese wissenschaftliche Studie werden noch Teilnehmerinnen gesucht.

Gesucht werden für die Studie Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren, die einen relativ regelmäßigen Menstruationszyklus aufweisen und die an prämenstruellen Beschwerden leiden und sich durch diese beeinträchtigt fühlen. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein regelmäßiger Zugang zum Internet. Im Rahmen der Studie werden die Teilnehmerinnen zunächst einen Screening-Fragebogen ausfüllen und anschließend 2 Monate ein Symptom-Tagebuch führen. Anschließend finden ein diagnostisches Interview und 2 Online-Experimente statt. Weitere Informationen erteilt das Psychologische Institut der JGU per . Für ihre Teilnahme erhalten die Probandinnen Informationen zu ihrem individuellen Beschwerdebild, die für die weitere Behandlungsplanung mit dem Gynäkologen herangezogen werden können. Zudem leisten sie einen wertvollen Beitrag zur weiteren Erforschung des PMS. Damit wird ein Grundstein für die Entwicklung geeigneter Behandlungsansätze zur Linderung der PMS-Beschwerden gelegt. Alle Teilnehmerinnen erhalten nach Abschluss der Studie eine Aufwandsentschädigung von €100.

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Bild in Originalgröße ansehen Foto: Thomas Hartmann

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Dipl.-Psych. Lisa Eggert
PeMoS-Studie
Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Psychologisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-39214
Fax +49 6131 39-39102

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