Neue Prodekane für Forschung und Lehre an der Universitätsmedizin Mainz

Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner und Univ.-Prof. Dr. Christian Werner nehmen neue Ämter auf

08.06.2011

Seit letzter Woche ist Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner neuer Prodekan für Forschung und Univ.-Prof. Dr. Christian Werner neuer Prodekan für Studium und Lehre an der Universitätsmedizin Mainz. Beide wurden vom Fachbereichsrat für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt und vom Vorstand der Universitätsmedizin bestellt.

Prodekan für Studium und Lehre, Univ.-Prof. Dr. Christian Werner, der in weiterer Funktion Direktor der Klinik für Anästhesiologie ist, verfolgt große Ziele: Unter seiner Regie soll ein Studienhospital an der Universitätsmedizin Mainz entstehen. "Das in Planung befindliche Studienhospital wird die Qualität der praktischen Ausbildung unserer Studierenden deutlich verbessern. Denn wir schaffen damit einen neuartigen realitäts- und praxisnahen Rahmen, in dem Training und Simulation künftig eine noch größere Rolle spielen. Wir versprechen uns von dem Studienhospital, das uns bundesweit sichtbar werden lässt, eine Attraktion für die Studierenden der Human- und Zahnmedizin", so Werner. Das geplante Studienhospital ist als Erweiterung des seit einigen Jahren bereits erfolgreich laufenden Skills Lab und des Simulationszentrums an der Universitätsmedizin Mainz zu einem umfassenden Trainingszentrum für praktische ärztliche Fähigkeiten geplant. Weitere Schwerpunkte der Qualitätsoffensive in der Ausbildung des Medizinernachwuchses im Studienhospital sind Werner zufolge der Einsatz von OP-Simulatoren, schauspielernden Patienten und Kommunikationstrainern als Bestandteil der Pflichtlehre im Medizinstudium.

Priorität hat für Univ.-Prof. Dr. Christian Werner darüber hinaus die Umsetzung der im Jahr 2011 novellierten Studienordnung Humanmedizin. Im Zuge der Novellierung sollen Studierende künftig die Chance erhalten, bereits frühzeitig im Studium die eigene Karriereplanung in eine Richtung zu lenken. "Vor diesem Hintergrund führen wir ein neues Wahlpflicht-Curriculum ein, das unseren Studierenden ein Studium mit eher forschenden oder therapierenden Inhalten eröffnet", so Werner. Auf diese Weise sollen Studierende bereits zu einem frühen Zeitpunkt ihres Studiums mit den verschiedenen medizinischen Tätigkeitsfeldern in Berührung kommen.

Nach Meinung des Wissenschaftlichen Vorstands der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, sind sowohl die novellierte Studienordnung Humanmedizin als auch das geplante neue Studienhospital bestens geeignet, die Qualität des Medizinstudiums in Mainz zu steigern. "Wer eine exzellente Lehre anbietet, wird für Hochschulaspiranten, die eine Ausbildung über die Norm hinaus suchen, attraktiv. Und genau das – eine Ausbildung über der Norm – streben wir als Universitätsmedizin an. Das Konzept zur Nachwuchsförderung mit dem Fokus auf perfektionierter Ausbildung und einem Plus an Gestaltungsmöglichkeiten im Studium ist daher ein tragfähiger Ansatz", unterstreicht Urban.

Das Ziel, gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) die Graduiertenschule Translationale Medizin (TRANSMED) an der Universitätsmedizin Mainz einzurichten, hat sich der neue Prodekan für Forschung, Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner, auf seine Fahnen geschrieben. Translationale Medizin bezeichnet die enge Verzahnung zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung. Die Graduiertenschule TRANSMED stellt in punkto Ausbildung des Forschernachwuchs die anwendungs- also patientenorientierte Forschung in den Mittelpunkt. "Forschungsergebnisse sollen künftig schneller zum Wohle des Patienten zur Anwendung kommen. Das erforderliche Know How dafür wollen wir den Forschern von Morgen an der Graduiertenschule TRANSMED mit auf den Weg geben. Wir wollen dort den sog. 'Physician Scientist', also den 'ärztlichen Wissenschaftler', ausbilden", betont Lackner, der in weiterer Funktion Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin ist. Eine weitere ganz zentrale Herausforderung sieht der neue Prodekan für Forschung darin, die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Universitätsmedizin Mainz zu stärken und damit das Forschungsprofil zu schärfen: "Im Zuge dessen gilt es, weitere Einrichtungen und Wissenschaftler an der Universitätsmedizin Mainz in die Schwerpunkte zu integrieren."

"Wir können als Universitätsmedizin nur davon profitieren, wenn Grundlagenforschung und klinische Forschung besser verzahnt sind. Das macht uns auch für externe Forschungseinrichtungen als Kooperationspartner insgesamt noch attraktiver", ist Urban überzeugt. Die bisherigen Prodekane, Univ.-Prof. Dr. Fred Zepp als Prodekan für Forschung und Univ.-Prof. Dr. Peter Brockerhoff als Prodekan für Studium und Lehre, werden dem Fachbereich Universitätsmedizin in verschiedenen Gremien an der Universitätsmedizin erhalten bleiben, was Kontinuität verspricht.

Universitätsmedizin Mainz (Link zur Homepage)


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Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner, Prodekan für Forschung an der Universitätsmedizin Mainz

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Univ.-Prof. Dr. Christian Werner, Prodekan für Studium und Lehre an der Universitätsmedizin Mainz

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