Max Reger (1873-1916): Orgelwerke Volume 11 - Choralvorspiele op. 79b & Zwölf Stücke op. 80

Einspielung des Mainzer Musikprofessors Hans-Jürgen Kaiser an der Rieger-Sauer-Orgel im Dom St. Salvator zu Fulda

15.06.2011

Der 1873 in der Oberpfalz geborene Komponist, Pianist und Dirigent Max Reger brachte seine "Zwölf Stücke op. 80" in zwei Heften heraus. Das erste erschien im Jahr 1902 mit einer Widmung an den Berliner Organisten und Lehrer Friedrich Grunicke, worauf das zweite Heft im Jahr 1904 dem Breslauer Organisten Otto Burkert gewidmet wurde. Die Stücke eignen sich in ihrer weitreichenden Spanne von kurzen musikalischen Gattungen - wie der Fughetta, der Canzonetta, dem Scherzo oder der Romanze - für die Aufführung als komplette Suite oder als Einzelstücke innerhalb der Liturgie.

Regers "Dreizehn Choralvorspiele op. 79b" entstanden zwischen 1900 und 1903 für zwei Periodika, die Blätter für Haus- und Kirchenmusik sowie die Monatszeitschrift für Gottesdienst und Kirchliche Kunst, und wurden 1904 als praktische Gebrauchsmusik publiziert. Sie enthalten Arrangements von so berühmten Chorälen wie des lutherischen "Eine feste Burg ist unser Gott", Zwinglis "Herr, nun selbst den Wagen halt", Klopstocks "Auferstehn, ja auferstehn wirst du" oder auch das weithin bekannte "Nun danket alle Gott", das Martin Rinckart zur Hundertjahrfeier der Augsburger Konfession im Jahre 1630 schuf. Die Kollektion endet mit Paul Gerhardts "Warum sollt ich mich denn grämen".

Die CD wurde auf der viermanualigen und mit 72 Registern ausgestatteten Rieger-Sauer-Orgel im Dom zu Fulda eingespielt.

Hans-Jürgen Kaiser studierte Schul- und Kirchenmusik sowie das Konzertfach Orgel an den Hochschulen Mainz, Mannheim und Saarbrücken. Seit 1989 wirkt er als Domorganist am Hohen Dom zu Fulda. Er ist außerdem Orgelbeauftragter im Bistum Fulda, künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte und Matineen am Fuldaer Dom. Seine Berufung als Universitätsprofessor für  Orgelimprovisation an den damaligen Fachbereich Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfolgte im Jahr 1995. Nach anfänglicher intensiver Beschäftigung mit französischer und deutscher romantischer Orgelmusik, dem Orgelwerk Bachs und Messiaens hat sich Kaisers Repertoirespektrum mittlerweile stark in Richtung alter Musik erweitert. Grundlage hierfür ist auch sein besonderes Interesse für den historischen Orgelbau. Daneben ist natürlich die Improvisation wesentlicher Teil seiner Konzertprogramme. Zahlreiche herausragende CD-Aufnahmen (Liszt/ Reger/ Bach/ Eben) an bedeutenden Orgeln und Denkmalorgeln und rege Konzerttätigkeit im In - und Ausland verbunden mit Kursen für Orgelimprovisation runden Kaisers vielfältiges Tätigkeitsspektrum ab. Seit 2004 ist Hans-Jürgen Kaiser Vorsitzender der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Ausbildungsstätten für katholische Kirchenmusik in Deutschland.

Hans-Jürgen Kaiser: Max Reger (1873-1916): Orgelwerke Volume 11 - Choralvorspiele op. 79b & Zwölf Stücke op. 80
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Univ.-Prof. Hans-Jürgen Kaiser
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