Der Führer war wieder viel zu human, viel zu gefühlvoll

Der Zweite Weltkrieg aus der Sicht deutscher und italienischer Soldaten

09.09.2011

Wie sprachen deutsche und italienische Soldaten über den Krieg, das Töten, die Gefangenschaft, die Kriegsverbrechen, ihre Gegner, ihre Verbündeten, ihre Nation und Führung? Was ließ die Wehrmachtsoldaten im Gegensatz zu den Angehörigen der italienischen Streitkräfte selbst in fast aussichtslosen Situationen noch weiterkämpfen? Ein internationales Forscherteam ist diesen Fragen auf der Grundlage von mehr als 150.000 Seiten Abhörprotokollen nachgegangen, die britische und amerikanische Nachrichtendienste während des 2. Weltkriegs erstellt hatten.

Die Historiker, Soziologen und Sozialpsychologen - darunter 9 Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) - geben einen vertieften Einblick in das facettenreiche Aktenkonvolut und analysieren in vergleichender Perspektive auch die Wahrnehmung inhaftierter Soldaten aus Japan und Österreich. Nach Sönke Neitzels und Harald Welzers viel beachtetem Buch "Soldaten. Protokolle vom Kämpfen. Töten und Sterben" (2011) bieten die Ergebnisse dieser Studien eine weiterführende Sicht auf die Mentalitätsgeschichte der Armeen der Achsenmächte und der alliierten Geheimdienste.

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