Frauen in Führungspositionen bringen

Edith Heischkel-Mentoring-Programm der Universitätsmedizin Mainz geht in nächste Runde

20.03.2012

Nachwuchswissenschaftlerinnen von heute sollen die Führungskräfte von morgen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Universitätsmedizin Mainz auf das Edith Heischkel-Mentoring-Programm, das jetzt bereits zum 5. Mal startet. Dabei steht beim sog. Eins-zu-Eins-Mentoring eine erfahrene Wissenschaftlerin oder ein erfahrener Wissenschaftler als Mentorin bzw. Mentor einer jungen Nachwuchswissenschaftlerin (Mentee) für die Dauer eines Jahres mit Rat und Tat zur Seite. Die Mentees sollen vom immensen Erfahrungsschatz der Mentoren profitieren und Impulse für die eigene Karriereplanung bekommen.

Der Nutzen für die 18 Teilnehmerinnen des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanzierten Edith Heischkel-Mentoring-Programms 2012 liegt auf der Hand: Das eigene Qualifikationsprofil schärfen, Anforderungen in einer Führungsposition trainieren, Netzwerke knüpfen und lernen, sich mit aktuellen Fragen einer Wissenschaftskarriere auseinanderzusetzen. "Beim Eins-zu-Eins-Mentoring haben die Mentees die Chance, die Erfahrungen der Mentoren in positiver Weise für den eigenen Karriereweg zu nutzen. So sind die Mentoren vertraut mit den Abläufen bei der Habilitation und der Einwerbung von Drittmitteln. Auch erkennen Mentoren wiederkehrende Strategien und typische Karrierewege", so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban.

Ergänzt wird das Eins-zu-Eins-Mentoring durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu zählen Workshops und Seminare zur Förderung der sozialen Kompetenz (Soft Skills) und der Kommunikations- und Führungsqualifikationen. Auch werden Treffen der Mentees organisiert, die die Netzwerkbildung der Nachwuchswissenschaftlerinnen fördern sollen.

Der Nutzen des Mentoring-Programms für die Universitätsmedizin liegt nach Urbans Überzeugung ebenfalls auf der Hand: "Unser Ziel ist es, den Anteil der Frauen in der Professorenschaft deutlich zu erhöhen. Das Edith Heischkel-Mentoring-Programm mit dem Fokus auf der Schärfung des eigenen Qualifikationsprofils schafft dafür ideale Voraussetzungen." Tatsächlich kann die Universitätsmedizin Mainz bzgl. des Frauenanteils in der Professorenschaft eine positive Entwicklung aufzeigen: Lag der Anteil der Frauen, die eine Professur innehaben, 2008 noch bei 7%, so waren es 2011 bereits 14%.

Nach Meinung der Projektkoordinatorin des Edith Heischkel-Mentoring-Programms, Xenia Kudinow, bietet das Programm neben dem Eins-zu-Eins-Mentoring noch einen ganz anderen entscheidenden Vorteil: "Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit der Netzwerkbildung und können damit den interdisziplinären Austausch vorantreiben. Auch geht damit einher, dass sie neue berufliche Impulse bekommen und ihre eigene Perspektive erweitern."

Dass nicht nur die Mentees sondern auch die Mentoren vom Eins-zu-Eins-Mentoring profitieren können, davon konnte sich Univ.-Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz, Oberärztin in der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz, in ihrer Rolle als Mentorin im Jahr 2011/2012 überzeugen: "Das Verhältnis zu meiner Mentee war geprägt von einem Austausch auf Augenhöhe, der mir zudem Augen und Ohren für die Probleme der jetzigen Nachwuchsgeneration geöffnet hat. Gerade letzterer Aspekt ist mir wichtig, um den eigenen Führungsanspruch konsequent zu hinterfragen." Worauf es von Stebut-Borschitz in der Eins-zu-Eins-Mentoring-Situation ankam, bringt sie auf den Punkt: "Hürden oder offensichtliche Barrieren nicht akzeptieren, die Quotenregelung nur bedingt akzeptieren und stattdessen wirklich kompetitiv und exzellent sein." Als gewinnbringend bewertet auch Dr. Tanja Schlereth - Mentee von Univ.-Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz - das Eins-zu-Eins-Mentoring: "Man bekommt durch das Mentoring noch einmal eine andere Sichtweise und konkrete Tipps, wie man die eigene Karriere fördern kann."

Das Programm ist nach Prof. Dr. Edith Heischkel-Artelt benannt, der ersten ordentlichen Professorin in der Medizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Die Namensgebung erfolgte mit freundlicher Unterstützung der Prof. Walter Artelt und Prof. Dr. Edith Heischkel-Artelt-Stiftung. Seit 2008 haben bereits 69 Nachwuchswissenschaftlerinnen das Förderprogramm durchlaufen.

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