200 Blutspenden in 20 Jahren

Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz ehrt treuen Dauerspender

23.04.2012

200 Blutspenden in 20 Jahren – das ist eine enorme Leistung für einen Menschen. Doch Reinhard Hufnagel liegt ganz entspannt auf der Liege in der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz. Er weiß, dass Blutspenden keine Schmerzen verursacht und er anschließend nur viel Flüssigkeit zu sich nehmen und sich die ersten 20 Minuten ein bisschen schonen muss. Schließlich ist er Dauerspender.

Seitdem er volljährig und damit berechtigt ist, Blut zu spenden, leistet der 38-jährige Wormser, wie er es selbst formuliert, "seinen monatlichen Dienst an der Gesellschaft." In den ersten Jahren war er Vollblutspender, d.h. ihm wurden 500 ml Blut entnommen. Regelmäßig alle zwei Monate gab er eine Vollblutspende ab. "Ich wusste schon damals, dass ich damit der Gesellschaft und mir etwas Gutes tue. Denn meine Spende kann Leben retten und ich bekomme eine kostenlose Blutuntersuchung und damit eine Art Gesundheitscheck", so Hufnagel. 

Das ist auch bei einer anderen Form der Blutspende der Fall: der Thrombozytenspende. Diese leistet er alle vier Wochen in der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz – und zwar seit mehr als 15 Jahren. Bei der Thrombozytenspende gelangt das Blut durch einen Venenzugang in der Ellenbeuge portionsweise in einen speziellen Zellseparator. In diesem wird das Blut zentrifugiert und die Thrombozyten, auch Blutplättchen genannt, werden während der Spende aus dem Blut herausgetrennt. Zwischen den Zyklen fließt das Blut zurück zum Spender. So werden die anderen, nicht benötigten Blutbestandteile dem Körper wieder zugeführt. Deswegen dauert die Thrombozytenspende auch ca. 1 Stunde und nicht wie die Vollblutspende knapp 15 Minuten. Doch mit ihr werden wichtige Bestandteile für den Wundverschluss und die Blutgerinnung der Empfänger gewonnen.

Hufnagel ist stolz, dass er mit seinen Blutspenden schon dazu beigetragen hat, Leben zu retten. Solange er gesund ist, will er weitermachen. "Rund 66% aller Menschen brauchen irgendwann in ihrem Leben Blut, Blutplasma oder Medikamente, die aus Blutprodukten hergestellt sind. Allein in Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden benötigt. Die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz stellt täglich 600-700 Blutkonserven bereit", erläutert Conradi. Die Transfusionszentrale versorgt als medizinische Betriebseinheit die Universitätsmedizin Mainz, die umliegenden Krankenhäuser in Mainz und Rheinhessen sowie die niedergelassenen Ärzte mit Blut und Blutkomponenten, transfusionsmedizinischen Leistungen und immunhämatologischer Diagnostik. "Unsere Transfusionszentrale gewährleistet eine autarke, regionale und überregionale Blutversorgung. Sie leistet hervorragende Arbeit und genießt auch über die Region hinaus hohes Ansehen und Vertrauen", so Univ.-Prof. Dr. Guido Adler, Medizinischer Vorstand und Vorstandvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz. "Die Grundlage für das Wirken der Transfusionszentrale sind freiwillige Blutspenden. Deshalb möchte ich mich bei allen Blutspendern bedanken und gleichzeitig neue Spender ermuntern, Blut zu spenden."

An 6 Tagen in der Woche steht das Team der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz für Blutspenden bereit. Darüber hinaus bietet das Blutspendeteam auch immer wieder Außentermine in Mainz und den umliegenden Gemeinden an.

Universitätsmedizin Mainz (Link zur Homepage)


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Urkunde für 200. Blutspende: Dauerspender Reinhard Hufnagel (l.) und Dr. med. Roland Conradi (r.), Leitender Oberarzt der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz

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Universitätsmedizin Mainz
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