Carola Lentz als Fellow ans Internationale Geisteswissenschaftliche Kolleg "Re: Work" an der Humboldt-Universität zu Berlin eingeladen

Biografien von Mitgliedern der ghanaischen Mittelklasse als Arbeitsschwerpunkt

26.04.2012

Carola Lentz, Universitätsprofessorin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde, ist als Fellow an das Internationale Geisteswissenschaftliche Kolleg (IGK) "Re: Work - Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive" an der Humboldt-Universität zu Berlin eingeladen. Das interdisziplinäre IGK erforscht das Wechselverhältnis von Arbeit und Biographie, Arbeitsbildern und Lebenslaufbildern, Ordnungen der Arbeit und Strukturen des Lebenslaufs im Vergleich und in ihren internationalen Verflechtungen. Jedes Jahr werden fünf international renommierte Experten und fünf Nachwuchswissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Herkunft an das IGK eingeladen, um an eigenen Projekten zu diesem Themenbereich zu arbeiten und sich untereinander auszutauschen.

Während ihres Aufenthalts am IGK von Oktober 2012 bis Juli 2013 wird Carola Lentz ihr umfangreiches, über viele Jahre erhobenes Forschungsmaterial zu den Biographien von Mitgliedern verschiedener Generationen der gebildeten Elite in Nordghana auswerten und an einem Buch über die Geschichte der ghanaischen Mittelklasse schreiben. Außerdem wird sie in Workshops und internationalen Konferenzen ihre Forschungen zur Diskussion stellen und Kontakte aufbauen, die auch für die Mainzer Kollegen und Nachwuchswissenschaftler von Interesse sind. Lentz ist seit 2002 Professorin für Ethnologie an der JGU, sie ist Mitglied des Koordinationsausschusses von SOCUM - Research Center of Social and Cultural Studies Mainz - und Koordinatorin der Doktorandengruppe "Erinnerungspolitik und Nationalfeiern in Afrika".