Amparo Acker-Palmer zum GFK-Fellow ernannt

Gezielte Verstärkung des Forschungsschwerpunkts Translationale Neurowissenschaften (FTN)

09.05.2012

Prof. Dr. Amparo Acker-Palmer von der Goethe-Universität Frankfurt ist vom Gutenberg Forschungskolleg (GFK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) als Fellow aufgenommen worden. Fellowships ermöglichen die gezielte finanzielle Unterstützung herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, denen dadurch ideale Voraussetzungen zur Durchführung ihrer Forschungsvorhaben geboten werden sollen. Das Fellowship von Prof. Dr. Amparo Acker-Palmer dient dem Aufbau einer Forschungsgruppe an der JGU und fördert die Kooperation zwischen den Universitäten Mainz und Frankfurt auf dem Gebiet der Neurowissenschaften.

Amparo Acker-Palmer lehrt und forscht am Institut für Zellbiologie und Neurowissenschaft und am Buchmann Institute for Molecular Life Sciences der Universität Frankfurt. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den molekularen Parallelen bei der Entwicklung des Nerven- und des Blutgefäßsystems. Dabei laufen die Verschaltung von Nervenzellen und Blutgefäßen zu größeren Netzwerken nach ähnlichen Mechanismen ab. Acker-Palmer erforscht die Feinregulation dieser Netzwerkbildung und die Signalwege, die der Bildung von neuronalen und vaskulären Netzwerken zugrundeliegen. Ihr ist es gelungen, molekulare Signalwege, die sie zunächst im Nervensystem entdeckt hatte, auf Blutgefäße zu übertragen. Zahlreiche Publikationen in hochrangigen Fachzeitschriften zeugen von ihrer wissenschaftlichen Exzellenz.

Laut Prof. Dr. Robert Nitsch, Leiter des Instituts für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie und Sprecher des Forschungsschwerpunkts Translationale Neurowissenschaften (FTN), besteht bereits eine enge Zusammenarbeit zwischen Acker-Palmer und verschiedenen Arbeitsgruppen des FTN. "Durch diese enge Anbindung und das nun erteilte Fellowship können wir eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Neurowissenschaften noch enger und auch langfristig an Mainz binden." Dies sei auch ein wichtiges Signal im Hinblick auf die bestehende Kooperation der Universitäten Frankfurt und Mainz auf dem Gebiet der Neurowissenschaften und die in diesem Rahmen etablierte gemeinsame Forschungsplattform des Rhine-Main Neuroscience Networks (rmn²). "Das große Plus dieser Forschungskooperation ist, dass Forschergruppen beider Universitäten Zugang zu Forschungsgeräten und Technologien des jeweils anderen Kooperationspartners erhalten", so Nitsch weiter.

Darüber hinaus ergeben sich starke inhaltliche Überschneidungen des Forschungsgebiets von Acker-Palmer mit der kardiovaskulären Forschung an der Universitätsmedizin Mainz, die sich auf das Schwerpunktthema der vaskulären Prävention konzentriert. Konkret beinhaltet das Fellowship finanzielle Mittel für den Aufbau einer neurowissenschaftlichen Arbeitsgruppe in Mainz.

Prof. Dr. Matthias Neubert, Direktor des GFK und Leiter der Arbeitsgruppe Theoretische Hochenergiephysik an der JGU, sieht in der Vergabe des Fellowship an Prof. Amparo Acker-Palmer "einen weiteren Schritt, um herausragende Forschungsgebiete noch mehr zu stärken und gezielt das wissenschaftliche Profil der JGU zu schärfen." Neubert wies darauf hin, dass mit der Vergabe von GFK-Fellowships auch die erwünschte stärkere Vernetzung der Universität vorangebracht wird, im vorliegenden Fall über das Rhine-Main Neuroscience Network.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat 2007 das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) eingerichtet, um die wissenschaftlichen Stärken der Universität hervorzuheben und vielversprechende neue Forschungsfelder zu unterstützen. Dazu können einzelne Forscher oder ganze Forschungsgebiete über Fellowships gefördert werden. Fellowships sind das wichtigste Instrument des GFK und ermöglichen die gezielte finanzielle Unterstützung von herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, denen dadurch ideale Voraussetzungen zur Durchführung ihrer Forschungsvorhaben geboten werden sollen.