Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der JGU zu Gast auf dem International Medieval Congress 2012 in Leeds
Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften treibt internationale Kooperation mit der Universität Edinburgh voran
12.06.2012
Auf dem diesjährigen internationalen Mittelalter-Kongress im englischen Leeds vom9.-12. Juli 2012 gestaltet der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Centre for Medieval and Renaissance Studies an der Universität Edinburgh, ein Panel zum Thema "Saints in an Age of War: Anglo-Scottish Relations and the Cult of Saints, c.1350-c.1450". Mit dem von Prof. Dr. Jörg Rogge organisierten Panel setzt der Mainzer Forschungsschwerpunkt seine erfolgreiche Kooperationsarbeit ein weiteres Mal in ein aktives Format um.
In insgesamt drei Vorträgen wird die Rolle der Heiligen im Krieg zwischen England und Schottland im Spätmittelalter untersucht. Sowohl England als auch Schottland bedienten sich nicht nur historischer und juristischer Argumente zur Legitimation ihrer Unabhängigkeit (Schottland) bzw. Herrschaftshoheit (England), sondern auch dem Leben und Wirken der Heiligen. Die Instrumentalisierung dieser Heiligen, der Rückgriff auf deren Leben und ihre angeblichen Interventionen zugunsten des jeweiligen Reiches wurde dabei auf beiden Seiten als Argument zur politischen Legitimation genutzt. Die Vorträge arbeiten heraus, wie englische und schottische Schriftsteller die Heiligen und ihre Zustimmung bzw. Ablehnung, Gunst bzw. Missgunst dazu benutzten, um politische Ansprüche zu rechtfertigen.
Professor Steve Boardman und Doktorand Tom Turpie aus Edinburgh widmen sich dem Kult des Heiligen Ninian sowie dessen Repräsentation in den schottischen Legenden. Die Mainzer Doktorandin Davina Brückner untersucht den Einfluss der Brigitta von Schweden auf Walter Bower's Scotichronicon. Begleitet und moderiert werden die Beiträge von Prof. Dr. Jörg Rogge vom Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
