Unterstützung für die Mainzer Kulturwissenschaften: Ägyptologe Harco Willems zu Gast an der JGU

Niederländischer Ägyptologe forscht in Mainz über die Bestattungskultur im Alten Ägypten

28.06.2012

Mit dem niederländischen Ägyptologen Harco Willems hat der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften (HKW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) derzeit einen international angesehenen Wissenschaftler zu Gast, der die Mainzer Kulturwissenschaften ein Jahr lang begleiten und in wichtigen Forschungsvorhaben unterstützen wird. Harco Willems, Professor für Ägyptologie an der Katholischen Universität Leuven, Belgien, wird sich in Mainz insbesondere Forschungen zur ägyptischen Bestattungskultur widmen.

Ermöglicht wird der Forschungsaufenthalt durch ein Fellowship des Gutenberg Forschungskollegs (GFK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der Forschungsschwerpunkt HKW hat mit Unterstützung des GFK bereits mehrfach exzellente auswärtige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Mainz eingeladen, um die Mainzer Kulturwissenschaften bei der Methoden- und Theoriereflexion zu unterstützen und ihre eigenen Forschungsprojekte zu verfolgen.

Harco Willems, seit 1996 Professor für Ägyptologie an der KU Leuven, hat sich seit seinen ersten Studien zu Grabstätten und Beerdigungsritualen im Alten Ägypten im Jahr 1988 kontinuierlich als einer der herausragenden Ägyptologen etabliert, der seine Disziplin über die Grenzen geisteswissenschaftlicher Theorien und Fragestellungen hinaus um wichtige Methoden und Erkenntnisse bereichert. Neben Textanalysen und archäologischen Feldtechniken verwendet er verschiedene naturwissenschaftliche Methoden in seinen Forschungen. Aufgrund seiner Originalität und seines Perspektivenreichtums gehört er zu jenen wenigen Ägyptologen, die sowohl im Bereich der Philologie als auch im Bereich der Archäologie hochkarätige Forschungsergebnisse erzielt haben.

Als Fellow des GFK widmet Willems sich insbesondere seinen Forschungen und Publikationen zur ägyptischen Bestattungskultur und schließt damit an Diskussionen der Mainzer Kulturwissenschaften zu den Themenfeldern Text und Kulturwissenschaft, Materialität und Narrativität an.