Unterhaltung in neuen Medien
Perspektiven zur Rezeption und Wirkung von Online-Medien und interaktiven Unterhaltungsformaten / Hg. Leonard Reinecke und Sabine Trepte
30.07.2012
Unterhaltungsmedien faszinieren Menschen seit jeher und finden immer neue Wege in den Alltag. Die Palette verfügbarer Quellen medialer Unterhaltung ist heute so facettenreich wie nie. Nicht selten haben die modernen Unterhaltungsmedien einen direkten Einfluss auf das Verhalten ihrer Nutzer und auch die Rolle der Rezipienten hat sich in der neuen Medienwelt stark verändert: Interaktive Video- und Computerspiele machen ihre Spieler zu aktiven Gestaltern des Unterhaltungserlebens und partizipative Online-Plattformen und soziale Netzwerke wie YouTube oder Facebook ermöglichen den Nutzern, selbstproduzierte Inhalte einem potenziellen Millionenpublikum zu präsentieren. Neben dem Spaß an der Nutzung eröffnet das Web 2.0 bisher im Medienkontext ungekannte Möglichkeiten zur Identitätsarbeit, Selbstdarstellung und sozialer Interaktion.Der jetzt im Herbert von Halem Verlag erschienene Band "Unterhaltung in neuen Medien", herausgegeben von Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universtität Mainz und Juniorprof. Dr. Sabine Trepte von der Hamburg Media School, versucht, einige der drängendsten Fragen der aktuellen Unterhaltungsforschung zu beantworten, die sich aus der Verbreitung neuer Medien ergeben: Welche theoretischen Ansätze eignen sich zur Erklärung der Faszinationskraft neuer Unterhaltungsangebote? Sind interaktive Medien durch die aktive Rolle der Nutzer wirkungsmächtiger als klassische Unterhaltungsmedien? Welche Risiken und welche positiven Potenziale verbinden sich mit der Nutzung neuer Unterhaltungsmedien? Der Band zeichnet neben aktuellen theoretischen Entwicklungen die Verbreitung, Nutzung und Gratifikationen neuer Unterhaltungsangebote nach und diskutiert das positive und negative Wirkungspotenzial der unterhaltungsbezogenen Nutzung neuer Medien. Dazu versammelt er die Expertise von 32 international ausgewiesenen Autorinnen und Autoren und folgt einer sowohl theorie- als auch gegenstandsorientierten Struktur.
Leonard Reinecke ist Juniorprofessor für Publizistik mit Schwerpunkt Online-Kommunikation am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben aktuellen theoretischen Konzeptionen des Unterhaltungserlebens und der Nutzung und Wirkung von Unterhaltungsmedien insbesondere die psychologischen Implikationen der Nutzung von Social Media und der Umgang mit Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Social Web. Mitherausgeberin Sabine Trepte ist Juniorprofessorin für Medienpsychologie an der Hamburg Media School und der Universität Hamburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. identitätsbezogene Wirkungen der Medienunterhaltung und Wissenserwerb mit politischen Nachrichtenmedien.
