Glanzvolle Orgelmusik im Fuldaer Dom

CD-Produktion mit Hans-Jürgen Kaiser, Domorganist Fulda und Professor an der Hochschule für Musik Mainz, zum 300jährigen Jubiläum von St. Salvator

01.08.2012

Zeitgleich mit der Umgestaltung des Fuldaer Domes in seine uns heute bekannte glanzvoll barocke Erscheinungsform entstand auch die Hauptorgel der Kathedralkirche. Adam Öhninger schuf zwischen 1708 und 1713 in Zusammenarbeit mit Andreas Balthasar Weber und dem Kunstschreiner Georg Blank ein Instrument mit 41 Registern auf 3 Manualen und Pedal, dessen prachtvolles Gehäuse bis heute erhalten ist. Diese Orgel wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts mehrfach verändert, bis sie schließlich 1876 durch einen Neubau der Firma Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder in das nach hinten und oben erweiterte Gehäuse eingebracht wurde. Von dieser Sauerorgel sind 24 Register im Neubau durch Firma Rieger (1996) erhalten.

300 Jahre Barockdom und Orgelgehäuse (1712-2012) sind Anlass für eine neue CD, die bedeutende Orgelmusik der zurückliegenden Jahrhunderte präsentiert. Schwerpunkt ist dabei die Barockzeit, vertreten durch Komponisten wie Vincent Lübeck, François Couperin und insbesondere Johann Sebastian Bach, aber auch die Romantik und gemäßigte Moderne werden gewürdigt. Unserer Zeit gemäß kommen neben deutscher Orgelmusik mit François Couperin, Louis Vierne und Jehan Alain auch drei bedeutende französische Komponisten mit ihren Werken zur Geltung.

Hans-Jürgen Kaiser studierte Schul- und Kirchenmusik sowie Konzertfach Orgel an den Hochschulen Mainz, Mannheim und Saarbrücken. Seit 1989 wirkt er als Domorganist am Hohen Dom zu Fulda. Er ist außerdem Orgelbeauftragter im Bistum Fulda und künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte und Matineen am Fuldaer Dom. Seit 1990 verbindet ihn ein Lehrauftrag für Improvisation/ Liturgisches Orgelspiel und Orgelliteraturspiel mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 1995 lehrt er hier an der Hochschule für Musik als Universitätsprofessor das Fach Orgelimprovisation.

Nach intensiver Beschäftigung mit französischer und deutscher romantischer Orgelmusik sowie dem Orgelwerk Bachs und Messiaens hat sich sein Repertoire stark in Richtung alter Musik erweitert. Grundlage hierfür ist u.a. sein besonderes Interesse für den historischen Orgelbau. Daneben ist die Improvisation, die sowohl historische Stile als auch zeitgenössische Improvisation bis hin zum Jazz umfasst, wesentlicher Teil seiner Konzert-programme. Zahlreiche CD-Aufnahmen (Liszt/Reger/Bach/Eben) an bedeutenden Orgeln und Denkmalorgeln (Schweriner Dom, Fritzlarer Dom, Fuldaer Dom) und eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland, verbunden mit Kursen für Orgelimprovisation, runden sein vielfältiges Tätigkeitsspektrum ab.

Von 2004-2012 war Hans-Jürgen Kaiser Vorsitzender der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Ausbildungsstätten für katholische Kirchenmusik in Deutschland. Als einer der beiden Hauptherausgeber des neuen ökumenischen Standardlehrwerks für den deutschen Sprachraum zur Kirchenmusik, Basiswissen Kirchenmusik, 2009 beim Carus-Verlag erstmals erschienen und 2010 bereits mit dem Deutschen Musikeditionspreis Best Edition ausgezeichnet, hat er sowohl inhaltlich, methodisch-didaktisch als auch interkonfessionell neue Maßstäbe gesetzt.

(Link zur Verlagshomepage)

Inhalt

  • Vincent Lübeck: Präludium in E-Dur
  • François Couperin (le Grande): 5e Couplet: Domine Deus, ...
  • Johann Sebastian Bach: Pièce d'orgue G-Dur, BW 572
  • François Couperin (le Grande): 6e Couplet...
  • Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
  • Louis Vierne: Andantino aus den Pièces de fantaisie
  • Louis Vierne: Hymne au soleil aus den Pièces de fantaisie
  • Jehan Alain: Litanie AWV 100
  • Jehan Alain: Arie AWV 120

Kontakt Kontakt
Univ.-Prof. Hans-Jürgen Kaiser
Hochschule für Musik
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-28033
Fax +49 6131 39-28034

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