Wie wirken mentale Vorstellungsbilder?

Wissenschaftliche Studie untersucht die Rolle mentaler Vorstellungsbilder

16.10.2012

Depressionen gehören zu den am häufigsten vorkommenden psychischen Erkrankungen. In Deutschland leidet etwa jeder Fünfte im Laufe seines Lebens unter einer Depression. Die Betroffenen fühlen sich niedergeschlagen und erschöpft, leiden unter depressiver Verstimmung, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen und haben häufig das Interesse und die Freude an Unternehmungen verloren. Nicht selten treten auch Gedanken an den Tod oder Lebensüberdruss auf. Neben negativen Gedanken und Grübeln kommen den Betroffenen häufig auch negative Bilder in den Kopf, wie z.B. die bildliche Vorstellung eines vergangenen oder bevorstehenden Misserfolgs. Diese bildhaften Vorstellungen können sehr belastend sein und sich verstärkend auf depressive Symptome auswirken. Die Rolle und Auswirkungen dieser mentalen Vorstellungsbilder bei depressiven Personen sind noch unzureichend untersucht.

Aus diesem Grund hat die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine Studie aufgesetzt, mit dem Ziel, die Rolle und Auswirkungen dieser mentalen Vorstellungsbilder im Rahmen einer Depression besser zu verstehen und entsprechende therapeutische Ansätze weiterentwickeln zu können. Hierzu sollen depressive Personen im Vergleich zu gesunden Personen hinsichtlich der möglichen Effekte von bildhaften Vorstellungen untersucht werden. Mithilfe verschiedener computergestützter Testaufgaben soll ermittelt werden, welche Auswirkungen bildhafte Vorstellungen im Vergleich zu anderen Verarbeitungsprozessen (verbal-gedankliche Bearbeitung und das Betrachten realer Bilder) haben. Ergebnisse aus Studien an Studierenden zeigen, dass Bilder im Kopf deutliche Auswirkungen auf emotionale Reaktionen haben. Diese Befunde sollen nun auch an depressiven Personen überprüft werden.

Die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sucht für diese Studie Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die unter einer Depression, aber keiner weiteren psychischen Erkrankung (z.B. Angststörung) leiden. Die Teilnahme wird mit einer angemessenen Aufwandsentschädigung vergütet. Die Studie ist insbesondere für Personen im Umkreis von Mainz interessant, da die Durchführung nur in den Räumlichkeiten der JGU erfolgen kann.Interessenten können sich per oder Telefon 06131 39-39207 bei Dipl.- Psych. Stefanie Görgen über eine Teilnahme informieren. Unter der angegebenen Telefonnummer nimmt ein Anrufbeantworter Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf und Sie werden umgehend zurückgerufen.
Kontakt Kontakt
Dipl.-Psych. Stefanie Görgen
Psychologisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-39207

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