Neurologie der Universitätsmedizin Mainz unter neuem Dach vereint
Umfangreiche Umbau- und Renovierungsmaßnahmen abgeschlossen
02.11.2012
Nach gut zwei Jahren sind die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen im Gebäude 503 auf dem Campus der Universitätsmedizin Mainz weitgehend abgeschlossen. Ein Nutzer des Gebäudes ist die Klinik für Neurologie mit Ambulanz inklusive sämtlicher Spezialsprechstunden und den beiden Bettenstationen. Ein "Riesenfortschritt" für die Direktorin der Klinik für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Frauke Zipp. "Der Umzug in das neue Gebäude, in dem unsere Klinik erstmals auf zwei Etagen konzentriert ist, war für das gesamte Team eine große Herausforderung. Die Mitarbeiter haben hier wunderbar mitgezogen. Ihnen allen ist es zu verdanken, dass wir diese Herausforderung erfolgreich gemeistert haben. Und für die Patienten sind die neuen, freundlichen Räumlichkeiten und die kurzen Wege ein enormer Gewinn." Ein weiterer Vorteil: Durch den Skywalk besteht eine schnelle und unkomplizierte Verbindung mit allen wichtigen Bereichen der eigenen Klinik und eng kooperierenden Nachbardisziplinen, etwa mit der Stroke Unit, der Schlaganfallspezialstation der Neurologie, oder der Neuroradiologie. Der insgesamt rund 190 Meter lange Skywalk-Gang verbindet vier Gebäude auf Höhe der zweiten Etage und ermöglicht so u.a. sensible Patiententransporte auf kürzestem Wege.Neben der Neurologie sind im Gebäude 503 u.a. die Angiologie als Teil der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik, eine gefäßchirurgische Station sowie ein OP-Bereich untergebracht. Die Baukosten bei der Umgestaltung des Gebäudes der ehemaligen Orthopädie inklusive Ersteinrichtung betrugen knapp €9 Mio. Der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, betont: "Ich bin überzeugt, dass wir diese Summe sehr gut angelegt haben. Es ist eine wertvolle Investition in die Weiterentwicklung der gesamten Universitätsmedizin und insbesondere in die Neurologie, die sehr gute Arbeit leistet."
Mit der abgeschlossenen Gebäudesanierung sei wieder ein Stück der baulichen Zielplanung der Universitätsmedizin Mainz realisiert worden. "Wir schreiten stetig voran", so Pfeiffer. "Weitere große Neubauvorhaben – etwa das Paul-Klein-Zentrum für Immunintervention mit den klinisch-theoretischen Instituten oder die Zahnklinik zwischen Kinder- und Frauenklinik – stehen als nächstes an."
Die Klinik und Poliklinik für Neurologie
Schwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz sind die entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose, Schlaganfall, Epilepsien (Anfallsleiden), Bewegungsstörungen wie die Parkinsonsche Erkrankung und chronische Schmerzzustände. Die Klinik verfügt über zwei Normalstationen und eine mit modernsten Geräten ausgestattete zertifizierte Schlaganfallstation, die sog. Stroke Unit, sowie Intensivtherapiebetten. Neben den Bettenstationen bietet die Klinik und Poliklinik für Neurologie überregional bekannte Spezialambulanzen an. Besondere Bereiche beinhalten die Behandlung und Erforschung der Multiplen Sklerose und anderer entzündlicher Erkrankungen des Nervensystems, von Schmerz, Epilepsien sowie neuromuskulären und neuroonkologischen Erkrankungen. In der Ambulanz für Bewegungsstörung erfolgen in Kooperation mit der Neurochirurgischen Klinik die Planung der operativen Behandlung des Morbus Parkinson durch die tiefe Hirnstimulation und andere Verfahren.
