Stipendienkultur festigen und ausbauen: Mainzer Deutschlandstipendiaten treffen ihre Förderer

Netzwerk von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stärken

15.11.2012

Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bereits im Jahr 2011 am Stipendienprogramm der Bundesregierung beteiligt. Insgesamt 202 Mainzer Studierende wurden bislang durch ein Deutschlandstipendium unterstützt. Hierzu hat die JGU rund €470.000 von Unternehmen, privaten Förderern und Stiftungen eingeworben. Aktuell befinden sich 102 besonders begabte und engagierte Studierende der JGU in diesem Programm zur Spitzenförderung. Um Förderern und Stipendiaten des Deutschlandstipendiums 2012 den persönlichen Kontakt zu ermöglichen, hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erneut ein Get-together organisiert. "Wir freuen uns, dass nahezu alle Förderer und Stipendiaten die Gelegenheit nutzen, sich kennenzulernen und gegenseitig auszutauschen und auf diese Weise das Netzwerk von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. "Denn das private stifterische Engagement trägt dazu bei, dass wir Forschung und Lehre auf höchstem Niveau betreiben können. Wir sehen somit das Deutschlandstipendium als Chance, die an unserer Hochschule bereits aktiv gelebte Stipendienkultur weiter auszubauen und zu festigen." Mit dem Deutschlandstipendium sollen besonders begabte und leistungsstarke Studierende unterstützt werden, die einkommensunabhängig monatlich €300 über einen Zeitraum von mindestens zwei Semestern erhalten, wobei Förderer und Bund je €150 übernehmen.

Im Jahr 2012 hat die JGU rund €230.000 von 24 Unternehmen, privaten Förderern und Stiftungen für die Deutschlandstipendien eingeworben. Hiervon werden sowohl einjährige Stipendien als auch Stipendien über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren finanziert. Zu den 102 Stipendien, die zum Sommersemester 2012 ausgezahlt werden konnten, zählen 20 Freunde der Universität Mainz-Deutschlandstipendien, 15 Evonik-Deutschlandstipendien und 10 Carl-Zeiss-Stiftungs-Stipendien. Zudem besonders erwähnenswert: Der Inhaber des Lehrpreises des Landes Rheinland-Pfalz 2010/11, Prof. Dr. Stefan Scherer vom Institut für Kernphysik der JGU, stiftete das Preisgeld zur Finanzierung von 5 Stipendien. "Das Deutschlandstipendium stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, vor Ort den akademischen Nachwuchs finanziell zu unterstützen", so Scherer. "Mit der Stiftung des Preisgelds für den Lehrpreis Rheinland-Pfalz 2010/2011 möchte ich mich ausdrücklich bei den Studierenden für ihr Votum und die zum wiederholten Male ausgesprochene Anerkennung bedanken. Erfolgreiches Lernen und Lehren basieren auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Natürlich würde ich mich darüber freuen, wenn meine Initiative Nachahmer fände und auch zukünftige Lehrpreisträger dieses Instrumentarium nutzten, um in optimaler Weise junge Talente zu fördern."

Darüber hinaus haben die Bertelsmann AG, die Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co KG, Clariant, die Ernst & Young Stiftung e.V., der Freundeskreis des Botanischen Gartens,  die Heraeus Kulzer GmbH Division Dentistry, der Herdt-Verlag für Bildungsmedien, die Lotto Rheinland-Pfalz-Stiftung, die medatixx GmbH & Co. KG, die NSM-Löwen Entertainment GmbH, die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH sowie die Rohwedder & Partner Rechtsanwälte Stipendien finanziert. Folgende Privatpersonen stifteten jeweils ein oder mehrere Stipendien: Dr. Klaus Adam, Hans-Joachim Belitz, Prof. Dr. Rolf Krebs, Dr. Elke Göbel und Dr. Rainer Göbel und Klaus Wierzbicki. Darüber hinaus gibt es weitere Förderer, die ungenannt bleiben möchten.

"Bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten zählen in erster Linie belegbare Spitzenleistungen in Schule und/oder Studium. Daneben kann auch die Bereitschaft, soziale Verantwortung in der Familie, im Verein oder in einer sozialen Einrichtung zu übernehmen, hinzugezogen werden. Weiteres Auswahlkriterium kann der familiäre Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber sein", erklärt der Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Götz Scholz. So sollen junge Talente gefördert werden, die bereit sind, über ihre fachliche Qualifikation hinaus Verantwortung in Wirtschaft und Wissenschaft zu übernehmen. Gleichzeitig will das Stipendienprogramm jungen Menschen, die sich aus ökonomischen Gründen kein Studium leisten können, neue Perspektiven eröffnen. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten liegt bei der Hochschule.

Mit der Beteiligung am Deutschlandstipendium zeigen die Förderer der JGU gesellschaftliches Engagement und betonen gleichsam ihre Verbundenheit mit der Mainzer Universität. "Die Zukunft unseres Landes steckt insbesondere in den Köpfen gut ausgebildeter junger Menschen. Das Deutschlandstipendium ist dabei ein neuer, wichtiger Baustein, um die Talente von begabten jungen Menschen in einer entscheidenden Lebensphase optimal zu fördern und zu fordern", so Peter Radermacher, der Vorsitzende der Freunde der Universität Mainz e.V. "Gern finanzieren wir daher 20 Deutschlandstipendien an der Mainzer Universität. Darin sehen wir eine sehr gezielte und individuelle Fördermöglichkeit, die letztlich unserer Gesellschaft zugute kommen wird."

Unternehmen möchten v.a. die Chancen nutzen, frühzeitig den Kontakt zu den Führungskräften von morgen zu erhalten. So beteiligt sich die Evonik Industries AG, eines der weltweit führenden Unternehmen für Spezialchemie, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit über 15 Deutschlandstipendien am Förderprogramm der Bundesregierung. "Wir möchten mit der Beteiligung am Deutschlandstipendium die Nachwuchskräfte von morgen unterstützen und nicht zuletzt auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten", so Christine Drath, Employer Branding bei Evonik Industries. "Eine Förderung des Stipendienprogramms ermöglicht uns, Kontakte und Kooperationen mit für uns interessanten Universitäten herzustellen, zu intensivieren und den Wissenstransfer voranzutreiben."

Die JGU beteiligte sich als eine der ersten Hochschulen bundesweit am Stipendienprogramm der Bundesregierung. Für das Jahr 2013 hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bereits erste Zusagen von Förderern erhalten. Grundlage des Deutschlandstipendiums ist das im Juli 2010 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Stipendienprogramm-Gesetz (StipG). Mit dem Deutschlandstipendium sollen besonders begabte und leistungsstarke Studierende unterstützt werden, die einkommensunabhängig monatlich €300 über einen Zeitraum von mindestens zwei Semestern erhalten, wobei Förderer und Bund je €150 übernehmen. Ihre Zuwendung können die Förderer als Spende steuerlich geltend machen.

 

BILDERGALERIE

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz lud Förderer und Stipendiaten des Deutschlandstipendiums 2012 zu einem Get-together in die Alte Mensa der Hochschule ein. (Foto: Stefan F. Sämmer) Universitätspräsident Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch begrüßte zu diesem Abend. (Foto: Stefan F. Sämmer) Talkrunde mit (v.l.) Peter Radermacher (Freunde der Universität Mainz e.V.), Prof. Dr. Stefan Scherer (Institut für Kernphysik), Matthias Kleff (Evonik Industries AG), Dr. Frank Wittig, JGU-Präsident Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch (Foto: Stefan F. Sämmer) Matthias Kleff von der Evonik Industries AG, die in diesem Jahr 15 Deutschlandstipendien an der JGU fördert, sieht das Stipendienprogramm als Investition in die Nachwuchskräfte von morgen und wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. (Foto: Stefan F. Sämmer) Der Inhaber des Lehrpreises des Landes Rheinland-Pfalz 2010/11, Prof. Dr. Stefan Scherer vom Institut für Kernphysik der JGU, stiftete sein Preisgeld zur Finanzierung von fünf Deutschlandstipendien. (Foto: Stefan F. Sämmer) Dr. h.c. Klaus G. Adam, Präsident des Kuratoriums der Freunde der Universität Mainz e.V., im Gespräch mit Stipendiatinnen (Foto: Stefan F. Sämmer) Auch Dr. Klaus Herberger (l.) von der Carl-Zeiss-Stiftung nutzte das Get-together an der JGU, um sich mit Mainzer Stipendiaten des Deutschlandsstipendiums auszutauschen. (Foto: Stefan F. Sämmer) Dr. Ralf Omlor, Kustos des Botanischen Gartens der JGU, im Gespräch mit Stipendiatinnen (Foto: Stefan F. Sämmer) Mit ihrer Beteiligung am Deutschlandstipendium an der JGU zeigen Förderer wie Dr. Rainer Göbel (l.), Mitglied der Für die Ernst & Young Stiftung brachte sich in diesem Jahr Rembert Knappe (r.) in das Netzwerk von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ein, damit Forschung und Lehre an der JGU auf höchstem Niveau betrieben werden können. (Foto: Stefan F. Sämmer)