Sternal Symphonic Society
Faszinierende Symbiose von Jazz und Klassik
11.12.2012
Klassik meets Jazz – das ist ein anspruchsvolles Unterfangen, das Sebastian Sternal auf seiner neuen CD "Sternal Symphonic Society" mit Bravour meistert. Der erst 29-jährige Sternal ist Professor für Jazzklavier an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und gehört zu den meistgelobten Pianisten der europäischen Jazzszene. Zudem lehrt er Jazztheorie und -klavier an der Musikhochschule Köln.In der "Sternal Symphonic Society" beschränkt sich Sternal weitgehend auf die Rolle als Komponist und Dirigent. Gemeinsam mit seinem Ensemble verwirklicht er eine Idee, die er schon lange in sich trug: Die Überschreitung von Genre-Schubladen, bei der der klangliche Farbreichtum eines symphonischen Klangkörpers mit der Beweglichkeit und Spontaneität einer Jazzband kombiniert wird. Dies gelingt aufgrund der Raffinesse des Symphonic Jazz-Repertoires auf wunderbare Weise.
Im Ensemble trifft eine Jazzbesetzung aus Klaviertrio und vier Bläsern auf ein klassisches Streichquartett. Zu der elfköpfigen Formation gehören gefragte Jazz-Musiker wie der Saxofonist Niels Klein, der Pianist Pablo Held, der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel und der Trompeter Frederik Köster. Im Streichquartett spielen Erik Schumann, Lisa Schumann, Ayako Goto und Mark Schumann. Dabei sind die Streicher weit mehr als nur ein Klanghintergrund und nehmen tragende Aufgaben in den Kompositionen wahr.
"Eine gelungene Symbiose aus Jazz und Klassik in gleichberechtigter Partnerschaft", urteilt die Fachzeitschrift Jazzpodium. Und die Jazzzeitung schwärmt: "Mit Leichtigkeit und einem treffenden Gespür für Rhythmus und Dramatik erzeugt Sternal mit seiner symphonischen Kapelle einen Sound, der in der Tat vom Hocker haut."
Sebastian Sternal erhielt im Jahr 2007 den WDR-Jazzpreis und gewann 2010 den "Concours piano jazz Martial Solal" sowie ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er spielte mit Musikern wie Dee Dee Brigdewater und John Ruocco oder John Riley; Konzertreisen führten ihn durch Europa, in die USA und nach Namibia und Südafrika. Im Jahr 2009 erschien sein Debüt-Album "Eins", im Jahr 2010 sein zweites Trio-Album "Paris".

