Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Forschungsprojekt des Centrums für Thrombose und Hämostase an der Universitätsmedizin Mainz

Sepsis und akuter Lungenschaden stehen im Fokus der Forschung

23.01.2013

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) umfangreiche Fördergelder bewilligt. Dr. Markus Bosmann, Leiter der Juniorgruppe für experimentelle Forschung im Bereich Thrombose und Hämostase am CTH, wird damit die Mechanismen der Immunregulation bei Sepsis und akutem Lungenschaden weiter erforschen. Das Hauptaugenmerk des aktuellen Forschungsvorhabens liegt auf der Bedeutung des Botenstoffs Interleukin-27. Bosmann arbeitet seit Mitte 2012 am CTH und wird die von ihm eingeworbenen rund 300.000 Euro mit einer Laufzeit von 36 Monaten für Personal- und Verbrauchsmittel verwenden. "Wir wollen der faszinierenden Frage nachgehen, welche molekularen Mechanismen die Freisetzung und Wirkungen von Interleukin-27 beeinflussen", erläutert Bosmann.

In den letzten Jahren wurde zunehmend klarer, dass die Krankheitsbilder der Sepsis und des akuten Lungenschadens mit zunehmender Häufigkeit in der Bevölkerung auftreten. Beide Erkrankungen können als gegenseitige Komplikationen bei denselben Patienten vorkommen. Allerdings sind selbst mit der modernen Medizin die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. "Mit unserer Forschung wollen wir die Grundlagen dafür schaffen, damit in Zukunft zielgerichtete und wirksame Therapien entwickelt und angewendet werden können", so Bosmann weiter.

Für das Centrum für Thrombose und Hämostase ist die erfolgreiche Drittmitteleinwerbung auch ein wichtiges Indiz, dass das interdisziplinäre Konzept des CTH erste sichtbare Früchte trägt. "Dr. Markus Bosmann arbeitet im von der DFG bewilligten Projekt eng mit der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz zusammen, die als eine der zentralen Einrichtungen des CTH wichtige Impulse für einen dynamischen Ausbau unserer translationalen Forschung aktiviert", so Magnus M. Gees, Verwaltungsdirektor des CTH. "Die nun verfügbaren Mittel werden es Bosmann ermöglichen, seine Gruppe nachhaltig zu verstärken und so dazu beitragen, dass das CTH sein Forschungsprofil erfolgreich erweitert."

Dr. Markus Bosmann ist Mitte 2012 aus den USA nach Mainz ans CTH gewechselt und arbeitet neben dem DFG-Projekt schwerpunktmäßig an Themen zu den Interaktionen der Blutgerinnung mit Entzündungsmechanismen ebenfalls mit Bezug zu den Krankheitsbildern Sepsis und akuter Lungenschaden.