Johannes Gutenberg-Universität Mainz präsentiert auf CeBIT 2013 aktuelle Forschung aus Bereichen Medienkonvergenz und Informatik

Mainzer Projekte beschäftigen sich mit zunehmender Digitalisierung der Lebenswelt und Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sowie mit optimaler Beladung von Transportern

04.03.2013

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist auf der CeBIT 2013 mit insgesamt drei Projekten in zwei Hallen vertreten. In den Hallen 7 und 9 stellt der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz außergewöhnliche Forschungsprojekte rund um die Digitalisierung unserer Lebenswelt vor. Das Institut für Informatik der JGU präsentiert Beispiele geometrischer Algorithmen für industrielle Produktionen und Logistik. Darüber hinaus ist Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke vom Institut für Publizistik der JGU mit seinem Vortrag "Social Web und Well-Being. Wie Facebook & Co. unsere Lebenszufriedenheit beeinflussen" zu Gast im CeBIT lab talk 2013 und wird hier der Frage nachgehen, welche Chancen und Risiken die modernen sozialen Medien im Alltagsleben und für unser Wohlbefinden mit sich bringen.

"Uns ist es immer wieder ein großes Anliegen, unsere universitäre Forschung im Rahmen von nationalen und internationalen Messen wie der CeBIT 2013 zu präsentieren", betont Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. "Damit zeigen wir nicht nur neue Wege der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auf, sondern können auch das hohe innovative Potenzial unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz befasst sich mit Untersuchungen und Konzepten, die sich mit den Herausforderungen und Transformationsprozessen der Digitalisierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen auseinandersetzen. Zu diesem Thema wird auf der CeBIT 2013 der Öffentlichkeit erstmals ein neuer Forschungsfilm der JGU zum Thema "Social Reading" präsentiert.

Mit den Auswirkungen des Medienwechsels von Printprodukten hin zu digitalen Publikationen beschäftigt sich die App "Wörterbuch des Buches". Im Zentrum dieser Entwicklung des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz steht die Ermittlung des Mehrwerts eines digitalen Buchs im Vergleich zum gedruckten Werk.

Auch im Schul- und Hochschulbereich ist eine zunehmende Digitalisierung zu beobachten. Anhand spannender Tablet-Projekte stellt der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz den Aufbruch der analogen Lehr- und Lernstruktur bei der Gestaltung von Bildungsprozessen aus wissenschaftlicher Sicht vor. Die Fragen und Erkenntnisse der Medienpädagogen zur nachhaltigen Entwicklung mobiler Medienkonzepte sind insbesondere für Schulträger, Verlage und Lehrende von großem Interesse.

Gemeinsam mit dem Wirtschaftspartner REDNET zeigen die Mainzer Wissenschaftler am Stand nachhaltige Wege zur Implementierung mobiler Medienkonzepte auf. In Multistakeholder-Projekten beschäftigt sich die Wirtschafts- und Wissenschaftskooperation gemeinsam mit Vertretern von Bildungsministerien und Schulämtern der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen mit Aspekten, die von der Infrastruktur über die Qualifizierung bis hin zu digitalen Bildungsmedien führen.

Das in Halle 9 ausgestellte Teilprojekt des Mainzer Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz beschäftigt sich mit den Gefahren für die psychische Gesundheit, die aus einer problematischen bis exzessiven Nutzung von PC und Internet folgen können. Neben ausführlichen Informationen zu dieser Thematik erhalten interessierte Fachbesucherinnen und -besucher hier auch die Möglichkeit, selbst einen psychologischen Test am PC durchzuführen, der (vor)bewusste Einstellungen zum Internet und das persönliche Gefährdungspotenzial abbildet. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Impliziten Assoziationstest (IAT), der an der US-amerikanischen Harvard University entwickelt wurde und in einer Studie der Ambulanz für Spielsucht der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit Unterstützung des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz angewendet wird.

Ebenfalls in Halle 9 präsentiert eine Forschergruppe des Instituts für Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Beispiele geometrischer Algorithmen für industrielle Produktionen und Logistik. Maßgeschneiderte Softwarelösungen wurden bisher beispielsweise zur Berechnung des überstrichenen Volumens für bewegliche Bauteile für Bauraumuntersuchungen (Swept Volume) entwickelt. Weitere Anwendungen waren die Planung von Ein- und Ausbauwegen für Montage- und Ergonomiestudien (Motion Planning) sowie die Berechnung platzsparender Anordnungen geometrischer Objekte in einem verfügbaren Raum oder Transport-Container (Packing, Layout-Optimierung).