Grundsteinlegung für Paul-Klein-Zentrum für Immunintervention

Neubau verstärkt Forschungsinfrastruktur der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

14.02.2014

Auf dem Areal der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) entsteht bis voraussichtlich Ende 2016 das Paul-Klein-Zentrum für Immunintervention (PKZI). Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz fördern das Bauprojekt, für das ein Gesamtvolumen von 34 Millionen Euro veranschlagt ist. Ziel ist es, am PKZI eine Forschungsstruktur zu etablieren, in der die Ergebnisse der immunologischen Grundlagenforschung zu den Ursachen ineffizienter Reaktionen des Immunsystems bei Krebs und chronisch infektiösen Erkrankungen in immuntherapeutische Anwendungen münden.

Der vom Münchener Architekturbüro Henn geplante Gebäudekomplex auf sieben Etagen bietet insgesamt rund 4.300 Quadratmeter Nutzfläche für Forschung und Lehre. Auf dieser Fläche entstehen modernste Labore und Büros, in denen Arbeitsgruppen verschiedener Institute und Kliniken der Universitätsmedizin Mainz, die dem Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI) angehören, Seite an Seite zusammenarbeiten werden. Sie beschäftigen sich dann mit Fragen zu Mechanismen der Immunregulation und der Optimierung von Immuntherapien. Zum FZI zählen Wissenschaftler aus den Bereichen Immunologie, Translationale Immunologie, Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Virologie, Neurologie, Molekulare Medizin, dem Zentrum für Translationale Onkologie (TRON), der Hautklinik sowie der I. und III. Medizinischen Klinik und Poliklinik. Einige der Labore sind speziell für die Durchführung von Kooperationsprojekten mit Wissenschaftlern aus anderen Fachbereichen und Standorten oder für Nachwuchsgruppen vorgesehen.

"Bei der Mainzer Immunologie handelt es sich um ein auch im bundesweiten Vergleich herausragendes Forschungszentrum. Exzellente Ideen und große Expertise treffen hier aufeinander, wobei die optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt steht. Ein Bau wie das Paul-Klein-Zentrum für Immunintervention ist deshalb nicht nur ein Gebäude aus Beton und Glas, sondern immer auch eine sichtbar gewordene Zielsetzung: Indem Forscherinnen und Forscher ihr Wissen in diesem Neubau optimal bündeln und austauchen können, trägt das Zentrum zu einer verbesserten Krankenversorgung bei", so Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

"Der Empfehlung des Wissenschaftsrats ist es zu verdanken, dass sich der Bund und das Land Rheinland-Pfalz zur Förderung dieses Forschungsneubaus entschieden haben. Eine gute und wichtige Entscheidung, denn die Immuntherapie gewinnt im 21.-Jahrhundert – beispielsweise in der Bekämpfung von Krebserkrankungen – zunehmend an Bedeutung. Die Immuntherapie zu verbessern, ist daher eine große Herausforderung, der wir uns an der Universitätsmedizin Mainz unbedingt stellen wollen. Mit der am PKZI gebündelten Forschungskompetenz haben wir dafür jetzt noch bessere Voraussetzungen zum Wohle der Patienten", unterstreicht der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

"Das PKZI ist ein weiterer Baustein einer zukunftsorientierten Wissenschaftspolitik am Universitätsstandort Mainz. Es wird unseren Forschungsschwerpunkt Immunologie stärken", betont der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Ulrich Förstermann. "Das Zentrum versetzt uns in die Lage, den Wissenschaftsstandort Mainz zum nationalen Leuchtturm im Bereich Immunologie auszubauen."

"Der Neubau verstärkt die Forschungsinfrastruktur der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und bietet den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungszentrums für Immuntherapie außergewöhnlich attraktive Arbeitsmöglichkeiten, die der hohen Reputation dieses Forschungsfelds gerecht werden", ergänzt Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

"Tumore und persistierende Erreger entwickeln vielfältige Immunausweichstrategien. Diese zu identifizieren und therapeutisch zu blockieren ist Ziel unserer Forschungsaktivitäten im Rahmen der Entwicklung neuer Immuntherapien am PKZI", so Prof. Dr. Hansjörg Schild, Direktor des Instituts für Immunologie, der als Sprecher des Forschungszentrums für Immuntherapie (FZI) an der Universitätsmedizin Mainz fungiert.

Der Forschungsbau entsteht unter der Leitung des Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz. Mit der Namensgebung des neu zu errichtenden Paul-Klein-Zentrums für Immunintervention (PKZI) wird der Gründer der immunologisch-infektiologischen Forschung in Mainz gewürdigt.