Mainzer Molekularbiologe Werner E. G. Müller erhält Bundesverdienstkreis 1. Klasse

Anerkennung für herausragendes wissenschaftliches Wirken und internationales Engagement

21.02.2014

Für sein herausragendes wissenschaftliches Wirken ist Prof. Dr. Werner E. G. Müller vom Institut für Physiologische Chemie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) von der Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Doris Ahnen, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. "Mit seiner Forschungstätigkeit hat Prof. Dr. Werner E. G. Müller in besonderer Weise zum medizinischen Fortschritt beispielsweise bei der Bekämpfung von Creutzfeld-Jakob und HIV-Enzephalopathie beigetragen und federführend bei der Entwicklung der ersten Medikamente gegen diese beiden Krankheitsbilder mitgewirkt", so der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. "Seine multidisziplinären Ansätze bei der Untersuchung der Biologie der Schwämme führten nicht nur in der Grundlagenforschung zu neuen Erkenntnissen, sondern mündeten auch in zahlreiche neue biotechnologische Verfahren. Zudem ist Prof. Dr. Werner E. G. Müller seit fast 30 Jahren international engagiert. Er hat unter anderem eine wissenschaftlich äußerst erfolgreiche nanobiotechnologische Kooperation mit chinesischen Partnern aufgebaut. Das 2010 gegründete deutsch-chinesische 'Joint Lab Nano-Bio Materials' zur Lösung globaler Probleme in der Medizin und im Umweltbereich hat er zwischenzeitlich zu einem multilateralen europäisch-chinesischen Forschungsnetzwerk weiterentwickelt. Prof. Dr. Werner E. G. Müller hat mit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit erheblich zu Profil der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als internationale Forschungsuniversität beigetragen."

Nach Ansicht des Medizinischen Vorstands und Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, zählt Müller zweifellos zu den herausragenden Forscherpersönlichkeiten an der Universitätsmedizin Mainz. "Nicht zuletzt die starke internationale Position Europas auf dem Feld der Biotechnologie, von der Antworten auf relevante medizinische Fragestellungen zu erwarten sind, ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Über die Jahre gesehen ist er definitiv zum Impulsgeber avanciert, der immer wieder wegweisende Grundlagenforschungsprojekte in einem internationalen Kontext anstößt."

Dieses herausragende wissenschaftliche Wirken würdigt auch das Bundespräsidialamt: "Durch seine zahlreichen nationalen und internationalen Kontakte hat Prof. Dr. Werner E. G. Müller die wissenschaftliche Exzellenz Deutschlands vorangetrieben und insbesondere auch die internationale Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Rheinland-Pfalz gestärkt."