Ute Frietsch erhält FONTE Stiftungsgastprofessur

Forschungs- und Lehrschwerpunkt zur Kulturgeschichte der Alchemie

25.03.2014

PD Dr. Ute Frietsch, Mitarbeiterin des Forschungsschwerpunkts Historische Kulturwissenschaften (HKW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), erhält zum Sommersemester 2014 eine Gastprofessur der FONTE Stiftung zur Förderung des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses. Frietsch ist habilitiert im Fach Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und promoviert im Fach Philosophie an der Freien Universität Berlin und an der Université de Paris 8, Frankreich. Seit 2010 arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften und leitete das Handwörterbuch-Projekt "Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens". Im Jahr 2013 veröffentlichte sie ihre Habilitationsschrift "Häresie und Wissenschaft. Eine Genealogie der paracelsischen Alchemie" im Wilhelm Fink Verlag. Als Inhaberin der FONTE Stiftungsgastprofessur bietet sie im Sommersemester 2014 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine Vorlesung und Übung zu "Alchemie als Thema der Kultur- und Wissensgeschichte" an. Die Vorlesung, die von Hörern aller Fächer besucht werden kann, führt in die Kulturgeschichte der Alchemie ein, die vom spätantiken Alexandrien über das mittelalterliche arabische Imperium bis ins frühneuzeitliche Europa reicht. Sie behandelt geistesgeschichtliche und naturkundliche Aspekte, personelle Netzwerke, Theorien, Symbole, Praktiken sowie die Materialkultur der Alchemie.

Die FONTE Stiftungsgastprofessur wird im Sinne der Nachwuchsförderung an besonders qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fächern der Allgemeinen Literaturwissenschaft, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Kultur- und Medienwissenschaften sowie den Gender Studies vergeben, um ihnen während der Zeit der Bewerbung auf adäquate Professuren eine Perspektive zu bieten.