Studierendenzahlen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bleiben im Sommersemester 2014 auf hohem Niveau

Bewerberzahlen anhaltend hoch / System der gestuften Bachelor- und Master-Studiengänge an der JGU konsolidiert sich

16.04.2014

Die Studierendenzahlen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bleiben weiterhin auf hohem Niveau. So hat die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester den Vorjahreswert schon jetzt nahezu erreicht: Rund 3.500 Studierende haben sich neu in einen Studiengang eingeschrieben (Sommersemester 2013: 3.636 Studierende), davon rund 860 Studierende in einen konsekutiven Masterstudiengang. Da die Einschreibungen noch weiter laufen, wird sich diese Zahl auf Vorjahresniveau stabilisieren. Insgesamt  erwartet die JGU rund 35.000 Studierende, verzeichnet damit erneut einen hohen Stand an Einschreibungen in einem Sommersemester und gehört weiterhin zu den bundesweit zehn größten Universitäten. Zum Vergleich: Im vergangenen Sommersemester waren 35.511 Studierende eingeschrieben. Den leichten Rückgang der Gesamtstudierendenzahl führt die Universität darauf zurück, dass die Zahl der Exmatrikulationen in den alten auslaufenden Studiengängen, z.B. Diplom oder Magister, derzeit ansteigt, während sich die Zahl der Studienanfänger auf Vorjahresniveau bewegt.

Ebenfalls auf Vorjahresniveau liegt die Zahl derjenigen Studierenden der JGU, die erstmals ein grundständiges Studium an einer deutschen Hochschule beginnen. Bis zum Beginn der Einführungswoche im Sommersemester 2014 waren 1.440 Studierende im ersten Hochschulsemester eingeschrieben (Sommersemester 2013: 1.469). Ihre Zahl wird sich voraussichtlich noch leicht erhöhen. "Wir freuen uns sehr, dass das Studienangebot unserer Universität nach wie vor so starkes Interesse findet", erklärt die Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Mechthild Dreyer, anlässlich der Erstsemesterbegrüßung. "Gemeinsam mit den Fächern haben wir bereits frühzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet, um auch bei annähernd gleichbleibend hohen Studierendenzahlen gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre gewährleisten zu können. So haben wir erhebliche Personalmittel aus dem Hochschulpakt bereitgestellt, um der bleibend hohen Nachfrage nachkommen und auf weitere Zulassungsbeschränkungen verzichten zu können."

Weiterhin hohe Zahl an studierwilligen Schülerinnen und Schülern

Das große Interesse an einem Studienplatz an der JGU spiegelt die hohe Zahl der Bewerbungen wider: Für das Sommersemester 2014 erreichten das Studierendensekretariat der JGU 11.363 Bewerbungen von insgesamt 8.905 Bewerberinnen und Bewerbern für einen Studienplatz in einem der 39 örtlich zulassungsbeschränkten und 67 zulassungsfreien grundständigen Bachelor-Studiengänge der JGU (alle Angaben ohne die Studiengänge am Standort Germersheim und ohne Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, die über das separate Bewerbungsportale laufen). Das sind rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr (8.338 Bewerberinnen und Bewerber) und rund 1,4 mal so viele Bewerbungen wie noch vor zehn Jahren (Sommersemester 2004: 6.387). Bemerkenswert hierbei ist vor allem der Anstieg der Bewerbungen um ein Drittel für einen zulassungsfreien Studiengang (im Vergleich zum Vorjahr) – ein Trend, der bereits im zurückliegenden Wintersemester zu beobachten war. Hinzu kommen noch 1.352 Bewerbungen für einen der 104 Masterstudiengänge, die durch das Studierendensekretariat der JGU zu bearbeiten waren. "Damit hat sich die Zahl der Bewerbungen für einen Masterstudiengang gegenüber dem Vorjahr nochmals geringfügig um vier Prozent erhöht und bleibt auf hohem Niveau", erläutert die Vizepräsidentin die aktuelle Entwicklung. "Es ist damit deutlich zu sehen, dass sich das System der gestuften Bachelor- und Masterstudiengänge sukzessive konsolidiert und das Studienangebot der JGU auch angenommen wird."

Zu den besonders stark nachgefragten Studiengängen mit Zulassungsbeschränkungen gehören wie bereits im vergangenen Jahr die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Biologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Publizistik, Deutsch/Germanistik, Politikwissenschaft/Sozialkunde, Soziologie und Filmwissenschaft. Gleiches gilt für Medizin und Zahnmedizin, für welche die Studienplätze durch die "Stiftung für Hochschulzulassung", der Nachfolgeorganisation der ehemaligen ZVS, vergeben werden. Bei den zulassungsfreien Studiengängen ist nach wie vor die Nachfrage in Geschichte (über 310 Neueinschreibungen) oder Philosophie (über 230 Neueinschreibungen) sehr hoch; aber auch in Mathematik werden rund 120 Studierende ein Studium im Sommersemester 2014 beginnen.

Wie in den vergangenen Semestern so ist auch für das Sommersemester 2014 festzustellen, dass in den zulassungsbeschränkten Studiengängen eine Reihe von Studienplätzen erst in den Nachrückverfahren vergeben werden können. "Es ist für die Bewerberinnen und Bewerber keine sonderlich befriedigende Situation, wenn sie erst kurz vor Beginn der Vorlesungszeit über ihre Zulassung in Kenntnis gesetzt werden", fasst Dr. Bernhard Einig, Leiter der Abteilung Studium und Lehre, die für alle Beteiligten missliche Situation zusammen.

Bleibend hohe Nachfrage fordert JGU große Anstrengungen ab

"Das bleibend hohe Niveau der Einschreibungen fordert den Fächern und Fachbereichen sowie der Zentralen Verwaltung unserer Universität konstant erhebliche Anstrengungen ab, damit die Studierenden ihr Studium erfolgreich absolvieren können", erklärt die Vizepräsidentin. "Mit der Bereitstellung der finanziellen Mittel des Hochschulpakts tragen der Bund und das Land effektiv zur nachhaltigen Verbesserung der Studienbedingungen an den rheinland-pfälzischen Hochschulen bei. Die Universität erhält so die Möglichkeit, in dieser Phase der extremen Belastung weiterhin flexibel zu reagieren und autonom zu steuern." Aktuell finanziert die JGU 132 zusätzliche Stellen für die Lehre, hinzukommen über 30 Stellen, die unmittelbar der Verstärkung der Administration rund um das Studium und die Lehre dienen. Im Rahmen des Qualitätspakts "Lehre", der als dritte Säule den Hochschulpakt ergänzt, konnte die JGU weitere Projektmittel für knapp 40 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einwerben, die gezielt in den Fächern und Fachbereichen sowie in Zentralen Einrichtungen für eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für Lehrende und Studierende sorgen.

Denn von der Studienwahl und Bewerbung, über die Immatrikulation und Modulbelegung, Auslandssemester und Prüfungsanmeldung bis hin zu Abschluss, Exmatrikulation und Start in das Berufsleben – jede dieser Phasen einer Hochschulkarriere begleitet die JGU mit einem differenzierten Service- und Beratungsangebot. "Unter der Leitidee 'Unsere Studierenden zukunftsfähig machen' hat die Universität in den zurückliegenden zehn Jahren ihre Service- und Beratungseinrichtungen rund um das Studium und die Lehre konsequent ausgebaut und auf die Erfordernisse einer zukunftsfähigen, serviceorientierten Hochschule ausgerichtet", so die Vizepräsidentin. Diese Beratungsangebote werden stark nachgefragt. So gehen beispielsweise an der Studierenden-Hotline der Johannes Gutenberg-Universität Mainz täglich bis zu 1.500 Anfragen rund um Studium und Bewerbung ein. Die Zentrale Studienberatung der JGU führt jährlich rund 5.000 persönliche Informations- und Beratungsgespräche, und in der Psychotherapeutischen Beratungsstelle finden jährlich fast 900 Studierende mit psychischen Problemen Hilfe und Unterstützung. Zusammen mit weiteren Beratungseinrichtungen wie z.B. dem Career Service, der Abteilung Internationales oder den Fachstudienberatungen ergibt sich ein dichtes Netz an professioneller Unterstützung an der JGU. "Im Zuge der Einführung der neuen Studiengänge hat sich die Zahl der Beratungsanlässe deutlich erhöht", erklärt die Vizepräsidentin. "Die Studierenden benötigen angesichts der Vielzahl verfügbarer Studiengänge neben Orientierungshilfen bei der Studienwahl auch Unterstützung bei einem möglichen Studienfachwechsel oder bei der Vorbereitung auf den Berufseinstieg." Die Beratung sei dabei klientenzentriert, lösungs- und ressourcenorientiert, d.h. die Studierenden erhalten keine Ratschläge, sondern lernen Strategien zu entwickeln, um Entscheidungen eigenständig und reflektiert treffen zu können.