Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zeichnet Thomas Münzel mit Paul-Morawitz-Preis aus

Würdigung für herausragende Leistung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Forschung

26.05.2014

Für herausragende Forschungsleistungen in der Kardiologie hat Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), den mit 5.200 Euro dotierten Paul-Morawitz-Preis 2014 der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) erhalten. Münzel konnte unter anderem nachweisen, dass Umwelteinflüsse wie Fluglärm zu Gefäßfunktionsstörungen führen, wodurch es in der Konsequenz zu Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems kommt.

"Prof. Dr. Thomas Münzel erhält den Paul-Morawitz-Preis für seine umfangreichen und innovativen Untersuchungen zur Endothelfunktion und zur Nitrattoleranz an experimentellen Modellen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit", so der Präsident der DGK, Prof. Dr. Christian W. Hamm, anlässlich der Preisverleihung. Im Rahmen der 80. DGK-Jahrestagung übergab Hamm, gemeinsam mit Tagungspräsident Prof. Dr. Heyo Kroemer und Dr. Katharina Wolf von AstraZeneca, den Preis an Prof. Dr. Thomas Münzel

Münzel beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Gefäßfunktionsstörungen, den Gefahren, die von oxidativem Stress ausgehen, und der Nitrattoleranz bei koronarer Herzerkrankung. Mit einer seiner wissenschaftlichen Arbeitsgruppen konnte er zeigen, dass Fluglärm die Erweiterungsfähigkeit der Arterien dauerhaft negativ beeinträchtigt. Von den negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System sind sowohl vorgeschädigte als auch gesunde Personen betroffen.

Die DGK verleiht die Auszeichnung seit 1975 jährlich an Ärzte aus dem deutschsprachigen Raum, deren herausragende Forschung wichtige Perspektiven eröffnet. Stifter des Preises ist das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca GmbH.