Hoffmann-Klose-Stiftung fördert Krebsforschungsprojekt an Universitätsmedizin Mainz

Besseres Verständnis von Tumorzellen zum Ziel

27.05.2014

Die Hoffmann-Klose-Stiftung fördert ein Forschungsprojekt an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) mit 15.000 Euro. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, herauszufinden weshalb viele Tumore resistent gegen Zytostatika sind, die vor allem bei der chemotherapeutischen Behandlung von Krebs zum Einsatz kommen.

Inwieweit regulieren die Kontakte von Zellen zu benachbarten Zellen ihr Überleben, wenn sie toxischen beziehungsweise krebsauslösenden Substanzen ausgesetzt sind? So lautet eine der zentralen Fragen des geförderten Forschungsprojekts. "Vor dem Hintergrund, dass Zellen im menschlichen Körper fortwährend miteinander kommunizieren, wollen wir herausfinden, wie Zell-Zell-Kontakte Tumorresistenzen beeinflussen", verdeutlicht PD Dr. Cornelia Dietrich vom Institut für Toxikologie der Universitätsmedizin Mainz das von ihr geleitete Forschungsprojekt.

Des Weiteren wird der Einfluss von oxidativem Stress auf Zellen untersucht. Oxidativer Stress steht im Verdacht, Krebs, Arteriosklerose oder Morbus Alzheimer auszulösen. Bei oxidativem Stress handelt es sich um Giftstoffe in der Zelle als Stoffwechselprodukt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von freien Radikalen, die in den Zellen beispielsweise vermehrt durch Alkohol und Zigarettenrauch entstehen. "Unser Bestreben ist es, herauszufinden, wie sich Zellen gegen oxidativen Stress schützen. Wenn es uns gelingt, diesen Schutzmechanismus zu ergründen, dann ist das ein wichtiger Schritt, um auf dieser Basis Arzneistoffe gegen das regulierte Absterben von Gewebezellen zu entwickeln", so Dietrich.

Darüber hinaus will Dietrich im Rahmen dieses Forschungsprojekts untersuchen, inwiefern das Wachstum von Zellen die Reparatur von Schäden an der DNA beeinflussen kann.

"Ich halte dies für ein wichtiges Grundlagenforschungsprojekt, und es freut mich außerordentlich, dass die Hoffmann-Klose-Stiftung dieses Forschungsvorhaben finanziell fördert", so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

Die Hoffmann-Klose-Stiftung mit Sitz in Kronberg wurde 2005 errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin. Die Stiftung vergibt Forschungsaufträge und Stipendien, beteiligt sich unter anderem an der Finanzierung von Forschungsvorhaben und der Bezuschussung von Sachaufwendungen.