Jonas Fischer erhält Förderpreis der süddeutschen Zuckerwirtschaft

Auszeichnung für Bachelorarbeit zu Klimaeinfluss und Ertragsentwicklung im Zuckerrübenbau

29.01.2015

Erneut hat ein Student der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) einen Förderpreis der süddeutschen Zuckerwirtschaft erhalten. Damit werden herausragende Arbeiten zur Forschung und Entwicklung eines zukunftsfähigen Zuckerrübenanbaus in Süddeutschland ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde der Förderpreis durch den Vorsitzenden des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Dr. Hans-Jörg Gebhard, an drei Nachwuchswissenschaftler verliehen, darunter Jonas Fischer vom Geographischen Institut der JGU. Er erhielt die Auszeichnung für seine Bachelorarbeit zum Thema "Agrarmeteorologische Analyse und Zuckerrübenerträge in Zusammenhang mit dem Rübenzystennematodenbefall an ausgewählten Standorten in Rheinland-Pfalz", die von Prof. Dr. Hans-Joachim Fuchs und Prof. Dr. Anton Escher vom Geographischen Institut der JGU betreut wurde.

Die von Jonas Fischer verfasste Bachelorarbeit ist Teil des "Zukunftsprojekts Zuckerrübe", das vom Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. geleitet wird und unter anderem von den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen sowie dem Pflanzenzüchter Strube GmbH & Co. KG finanziell unterstützt wird. Die Arbeit ist aus Ergebnissen und Analysen von Feldversuchen der "Arge Zuckerrübe Südwest"“ sowie Temperatur- und Niederschlagsdaten von Agrarklimastationen aufgebaut. Dabei zeigt Fischer die klimageographischen Einflüsse auf die Populationsdynamik von Rübenzystennematoden, die zu den bedeutendsten Zuckerrübenschädlingen gehören. Zudem diskutiert er aussagekräftige Zusammenhänge zwischen der Witterung und den Zuckerrübenerträgen und baut dabei eine anwendungsbezogene Brücke zwischen der Klimageographie/Agrargeographie und der Landwirtschaft, was wiederum die Wichtigkeit und Wertigkeit von geographischer Forschung im Agrarsektor unterstreicht.

Den Förderpreis erhielten außerdem Christoph Schwaderer von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) für eine Arbeit zum Thema "Untersuchungen zu SBR (Syndrome Basses Richesses), eine in Süddeutschland neu aufgetretene Krankheit", sowie Carsten Possmann von der Fachhochschule Bingen, der über "Auswirkungen des Wegfalls der Zuckerrübenquote auf einzelbetriebliche Fruchtfolgeentscheidungen" gearbeitet hat.

Bereits vor drei Jahren wurde Pascal Kremer, Student des Geographischen Instituts der JGU, mit dem Förderpreis der Stiftung Südwestdeutscher Zuckerrübenanbau für seine Abschlussarbeit zu möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Zuckerrübenerträge in Rheinhessen und der Pfalz ausgezeichnet.