Johannes Gutenberg-Universität Mainz präsentiert sich auf der ACHEMA 2015

Von sicheren Sprengstoffproben für Hundeausbildung bis zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Polymerchemie

11.06.2015

Im Rahmen der diesjährigen Ausstellungstagung für chemisches Apparatewesen (ACHEMA), des weltgrößten Ausstellungskongresses für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie, präsentiert die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) am Gemeinschaftsstand "Rheinland-Pfalz" in Halle 9.2, Stand A 78, einen Einblick in ihre wissenschaftliche und technologische Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet der organischen Chemie sowie über einen berufsbegleitenden Studiengang. Die ACHEMA findet vom 15. bis 19. Juni in Frankfurt am Main statt.

 

  • Vom Laborproblem zu sicheren Sprengstoffproben für die Hundeausbildung
    Öffentliche Plätze und Einrichtungen sowie militärische und andere sicherheitsrelevante Bereiche sind nach wie vor durch Sprengstoffanschläge bedroht – meist durch abgesetzte Sprengkörper wie etwa Kofferbomben. Trotz zahlreicher Bemühungen in der Sicherheitsforschung gibt es allerdings noch immer keinen technischen Detektor, der so universell einsetzbar und zugleich empfindlich wäre wie die Nase des Hundes. Für das Hundetraining werden geruchsauthentische Proben der Sprengstoffe benötigt, die der Hund später finden soll. Dabei stellt sich das Problem, dass einige der gängigsten Sprengstoffe extrem empfindlich sind und als Reinstoff unter kleinster Belastung zünden. Durch die Auflösung dieser Sprengstoffe in einer speziellen ionischen Flüssigkeit kann die Zündfähigkeit unterbunden werden. Zugleich garantiert der hohe Siedepunkt der Flüssigkeit, dass die Probe nicht austrocknen kann. Gemeinsam mit einem mittelständischen Unternehmen wurden an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Probenkörper für die Hundeausbildung entwickelt, die in ihrem Inneren die gelösten Materialien enthalten. Diese wurden schon erfolgreich in einer Hundeschule getestet und zeichnen sich durch eine hohe Kapazität und Standzeit aus.
    Ansprechpartner: Prof. Dr. Siegfried Waldvogel, Tel. 06131 39-26069,

 

  • Berufsbegleitender Bachelorstudiengang Polymerchemie
    Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet seit einigen Jahren einen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang "Polymerchemie" an. Dieser Studiengang richtet sich an berufstätige Chemie- und Physiklaborantinnen und -laboranten sowie Technikerinnen und Techniker mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung. Während der dreijährigen Studiendauer bleiben die Studierenden weiterhin bei ihren Arbeitgebern angestellt und werden für die freitags und samstags stattfindenden Lehrveranstaltungen freigestellt. Dabei werden in Kleingruppen von bis zu 20 Studierenden pro Jahrgang zunächst breite Grundlagen in den Fächern Mathematik und Physik sowie Organischer, Anorganischer, Physikalischer und Analytischer Chemie vermittelt. In der zweiten Phase erfolgt dann die Spezialisierung auf das Fachgebiet Makromolekulare Chemie.
    Ansprechpartnerin: Dr. Birgit Janza, Tel. 06131 39-20479,