Neuer Sonderforschungsbereich zu Spin-Phänomenen wird mit 12 Millionen Euro gefördert

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Spitzenforschung in Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften in Kaiserlautern und Mainz

20.11.2015

Mit insgesamt 12 Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Sonderforschungsbereich / Transregio (SFB/TRR) "Spin+X: Spin in seiner kollektiven Umgebung" der TU Kaiserslautern in Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In diesem Rahmen befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Physik, Chemie, Maschinenbau und Verfahrenstechnik mit grundlegenden magnetischen Eigenschaften, Phänomenen und Prozessen. Diese sind, wenn auch noch nicht umfassend verstanden, bereits heute von zentraler Bedeutung für moderne technologische Anwendungen wie die Datenspeicherung oder die magnetischen Sensorik. Der neue Sonderforschungsbereich widmet sich speziell sogenannten Spin-Phänomenen, die auf atomarer Skala den Ursprung für allgemein bekannte magnetische Eigenschaften bilden.

"Wir wollen an der TU Kaiserslautern international sichtbare Spitzenforschung betreiben. Uns interessieren grundlegende Aspekte wie auch funktionale magnetische Effekte mit dem mittel- und langfristigen Ziel praktischer Anwendungen", erläutert Prof. Dr. Martin Aeschlimann vom Fachbereich Physik der TU Kaiserslautern, Sprecher des neuen SFB/TRR. "Zusammen mit 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, darunter Prof. Dr. Mathias Kläui vom Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Prof. Dr. Burkard Hillebrands vom Fachbereich Physik der TU Kaiserslautern, sind wir genau das richtige interdisziplinäre Team, um dieses anspruchsvolle Forschungsgebiet anzugehen", so Aeschlimann weiter.

TU-Präsident Prof. Dr. Helmut J. Schmidt ist sehr erfreut über die Entscheidung der DFG: "Wir sind sehr stolz, dass wir mit diesem Erfolg den vierten Sonderforschungsbereich in wenigen Jahren etablieren können. Mit der dynamischen und erfolgreichen Entwicklung unserer koordinierten Forschung sind wir somit auf dem richtigen Weg."

Und der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, ergänzt: "Die Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft belegt einmal mehr die hohe Qualität der Mainzer Materialforschung und stärkt unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der TU Kaiserslautern."

Der neue Forschungsverbund ist eng verbunden mit den beiden Landesforschungszentren CINEMA – Center for Innovative and Emerging Materials an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und OPTIMAS – Landesforschungszentrum Optik und Materialwissenschaften an der TU Kaiserslautern, die beide im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz eingerichtet wurden.