Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat bisher über 550 Studierende mit einem Deutschlandstipendium gefördert

Stipendiatinnen und Stipendiaten profitieren von Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft

29.01.2016

Seit der Einführung des Stipendienprogramms im Jahr 2011 hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bisher rund eine Million Euro für das sogenannte Deutschlandstipendium eingeworben, die der Bund verdoppelt, sodass die Studierenden Jahresstipendien in Höhe von 3.600 Euro erhalten. Insgesamt konnten bislang 557 Studierende der JGU mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden. Zum Wintersemester 2015/2016 wurden 117 Stipendien vergeben; dies entspricht rund 210.000 Euro, eingeworben von 31 Unternehmen, privaten Förderern und Stiftungen. Die Mainzer Stipendiaten hatten gestern bei einem feierlichen Get-together die Möglichkeit, die Förderinnen und Förderer des Deutschlandstipendiums an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz persönlich kennenzulernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sich mit ihnen auszutauschen. "Wir freuen uns außerordentlich über das große Interesse der Förderer und Stipendiaten, einander zu begegnen und sich auszutauschen. Auf diese Weise wird das bestehende Netzwerk von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft weiter gestärkt", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. "Privates stifterisches Engagement trägt heute entscheidend dazu bei, dass an deutschen Hochschulen Forschung und Lehre auf höchstem Niveau betrieben werden können. Dies wiederum ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Universitäten im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe auch künftig mithalten können. Wir sehen somit das Deutschlandstipendium als Chance, die an unserer Hochschule bereits aktiv gelebte Stipendienkultur weiter auszubauen und zu festigen."

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten liegt bei der Hochschule. Hierbei zählen in erster Linie belegbare Spitzenleistungen in Schule und/oder Studium. Weitere Auswahlkriterien können auch die Bereitschaft, soziale Verantwortung in der Familie, im Verein oder in einer sozialen Einrichtung zu übernehmen, oder der familiäre Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber sein. "So sollen junge Talente gefördert werden, die bereit sind, über ihre fachliche Qualifikation hinaus Verantwortung in Wirtschaft und Wissenschaft zu übernehmen. Gleichzeitig will das Stipendienprogramm jungen Menschen, die sich aus ökonomischen Gründen kein Studium leisten können, Perspektiven eröffnen", erklärt die Kanzlerin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Dr. Waltraud Kreutz-Gers.

Mit ihrer Beteiligung am Deutschlandstipendium zeigen die Förderer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gesellschaftliches Engagement und betonen gleichsam ihre Verbundenheit mit der Universität. "Die Zukunft unseres Landes steckt insbesondere in den Köpfen gut ausgebildeter junger Menschen. Das Deutschlandstipendium ist dabei ein wichtiger Baustein, um die Talente von begabten jungen Menschen in einer entscheidenden Lebensphase optimal zu fördern und zu fordern", so Peter Radermacher, Vorsitzender der Freunde der Universität Mainz e.V. "Seit 2011 haben wir inzwischen rund 120 Deutschlandstipendien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finanziert. Darin sehen wir eine sehr gezielte und individuelle Fördermöglichkeit, die letztlich unserer Gesellschaft zugutekommen wird." Unternehmen bietet die Beteiligung am Deutschlandstipendium neben dem gesellschaftlichen Engagement insbesondere auch die Chance, frühzeitig Kontakt zu den Führungskräften von morgen zu erhalten und den Wissenstransfer voranzutreiben. Ebenfalls in diesem Jahr wiederholt dabei sind neben den Freunden der Universität Mainz e.V. mit 32 Stipendien unter anderem die BASF SE sowie die Evonik Stiftung mit je 15 Deutschlandstipendien, die Carl-Zeiss-Stiftung mit zehn Stipendien sowie die Clariant Produkte Deutschland GmbH mit drei Stipendien. Als neuen Förderer begrüßt die JGU in diesem Jahr die ALTANA AG, die zwei Deutschlandstipendien finanziert. Darüber hinaus engagieren sich auch private Förderer beim Deutschlandstipendium und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftschancen unserer Gesellschaft.

Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bereits im Sommersemester 2011 am Stipendienprogramm der Bundesregierung beteiligt. Grundlage des Deutschlandstipendiums ist das im Juli 2010 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Stipendienprogramm-Gesetz (StipG). Mit dem Deutschlandstipendium sollen besonders begabte und leistungsstarke Studierende unterstützt werden, die einkommensunabhängig monatlich 300 Euro über einen Zeitraum von mindestens zwei Semestern erhalten. Darüber hinaus können bei der Vergabe auch gesellschaftliches Engagement oder der familiäre Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden. In der Finanzierung des Deutschlandstipendiums übernehmen Förderer und Bund je 150 Euro. Ihre Zuwendung können die Förderer als Spende steuerlich geltend machen.