Stefan Müller-Stach zum Vizepräsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gewählt

Neuer Vizepräsident tritt zum 1. April 2017 Nachfolge von Wolfgang Hofmeister an

15.07.2016

Der Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in mit sehr großer Mehrheit Prof. Dr. Stefan Müller-Stach zum künftigen Vizepräsidenten für Forschung gewählt. Der ehemalige Dekan des Fachbereichs 08 – Physik, Mathematik und Informatik an der JGU tritt zum 1. April 2017 die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Hofmeister an, dessen Amtszeit am 31. März 2017 endet. "Unter anderem als langjähriger Sprecher eines Sonderforschungsbereichs wie auch des Fachkollegiums Mathematik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), als Dekan unseres sehr drittmittelstarken Fachbereichs Physik, Mathematik und Informatik und als Senatsmitglied hat Prof. Dr. Stefan Müller-Stach seine hohe Kompetenz im Hochschulmanagement und damit für dieses Amt unter Beweis gestellt", gratuliert der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, dem künftigen Vizepräsidenten, der für den Bereich Forschung zuständig sein wird.

Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, 1962 geboren, studierte Diplom-Mathematik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bayreuth. Der Promotion im Jahr 1989 folgte ein Postdoc-Stipendium der DFG an mehreren Universitäten in den USA und Italien. Müller-Stach war im Wintersemester 1991/1992 Hochschulassistent an der Universität Bayreuth, von 1992 bis 1997 an der Universität-Gesamthochschule Essen (heute Universität Duisburg-Essen), an der er sich 1996 im Fach Mathematik habilitierte. Weitere Stationen waren Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Bayreuth (1997/1998) und Köln (2001/2002) sowie ein Gastaufenthalt am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn (1999/2000). Von 1998 bis 2002 war er Heisenberg-Stipendiat der DFG. Seine internationale Karriere setzte Müller-Stach als Full Professor an der McMaster University in Hamilton, Kanada, und als Gastprofessor am Institut Fourier Grenoble in Frankreich fort. Im Jahr 2003 folgte er dem Ruf auf die Professur für Zahlentheorie im Institut für Mathematik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen, unter anderem für DFG-Forschergruppen oder DFG-Schwerpunkte, zeichnen Müller-Stach als exzellenten Wissenschaftler aus. Aktuell ist er Sprecher des Fachkollegiums Mathematik der DFG, in dem er seit 2012 Mitglied ist, sowie Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs/Transregio 45 "Perioden, Modulräume und Arithmetik algebraischer Varietäten" an der JGU.

Für die erfolgreiche Wahrnehmung des Amts des Vizepräsidenten kann Müller-Stach umfangreiche und vielseitige Erfahrungen durch sein Engagement in den universitären Gremien und wissenschaftlichen Ausschüssen einbringen. Von 2012 bis 2014 war er Dekan des Fachbereichs Physik, Mathematik und Informatik; von 2010 bis 2016 Mitglied im Leitungsgremium des Gutenberg Forschungskollegs (GFK), dem zentralen strategischen Instrument zur Förderung der Spitzenforschung an der JGU. Seit 2013 ist er zudem Mitglied im Lenkungsausschuss des Projekts "Lehren, Organisieren, Beraten (LOB)" der JGU; als Seniormitglied der Gutenberg-Akademie der JGU engagiert sich Müller-Stach seit 2013 zudem in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Der künftige Vizepräsident wird in seiner Amtszeit im Bereich Forschung Akzente setzen: "Zu den Aufgaben zählen insbesondere die erfolgreiche Platzierung unserer Universität in der nächsten Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und damit auch die weitere Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Rhein-Main", so Prof. Dr. Stefan Müller-Stach. "Ein großes Anliegen ist mir darüber hinaus, dass junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an unserer Universität die notwendigen Freiräume und infrastrukturellen Voraussetzungen für ihre Forschung finden und so berufliche Perspektiven für ihre Karriere entwickeln können."

Entsprechend dem Landeshochschulgesetz hat der Senat auf Vorschlag des Präsidenten den neuen Vizepräsidenten gewählt.