Wissenschaftlerinnen der JGU unterstützen Academics for Peace Initiative

Wissenschaftlerinnen des Fachbereichs 06: Translations-, Sprach und Kulturwissenschaft der JGU gehören zu den ausgezeichneten Gruppen des Aachener Friedenspreises 2016

31.08.2016

Der Aachener Friedenspreis geht dieses Jahr an das Komitee der WissenschaftlerInnen für den Frieden, in dem auch Vertreterinnen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) engagiert sind, sowie an die Bürgerinitiative Offene Heide aus der Nähe von Magdeburg. Die Preisvergabe findet am 1. September 2016 in Aachen statt. Der Aachener Friedenspreis wurde 1988 als Verein gegründet, um Frauen, Männer oder Gruppen zu würdigen, die sich für die Verständigung der Völker und der Menschen untereinander einsetzen. Der Verein zählt heute ca. 400 Mitglieder, darunter auch die Stadt Aachen.

Zu der Academics for Peace Initiative gehören über 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Universitäten, die in einem Friedensappell die türkische Regierung aufgefordert hatten, die militärischen Einsätze in den kurdischen Gebieten einzustellen – darunter auch drei Wissenschaftlerinnen des Fachbereichs 06: Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der JGU in Germersheim. "Die Auszeichnung ist ein wertvolles Zeichen der Anerkennung in einer Zeit, in der internationale Solidarität mit jenen Stimmen in der Türkei, die sich für Frieden und demokratische Grundrechte einsetzen und unterdrückt werden, wichtiger ist denn je", sagt Prof. Dr. Dilek Dizdar. Die Professorin für Interkulturelle Germanistik und Translationswissenschaft setzt sich wie ihre Kollegin Dr. Sebnem Bahadir für den Friedensappell der Academics for Peace Initiative ein. Eine weitere Unterzeichnerin des Friedensappells wird mit einem Stipendium der Philipp Schwartz-Initiative als gefährdete Forscherin unterstützt. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hatte im Mai 2016 angekündigt, dass insgesamt 18 Hochschulen und Forschungseinrichtungen Fördermittel für 23 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten, die in Deutschland Schutz suchen, weil ihnen in der Heimat Krieg oder Verfolgung droht.