Rheinland-pfälzische Universitäten bauen Hochleistungsrechner aus

Einweihung der ersten Ausbaustufe der AHRP-Cluster in Mainz und Kaiserslautern

06.12.2016

Die Technische Universität Kaiserslautern und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) betreiben zusammen die Allianz für Hochleistungsrechnen Rheinland-Pfalz (AHRP) – mit dem Ziel, die Aktivitäten der beiden Universitäten im Hochleistungsrechnen (HLR) zu koordinieren und für die Forschung eine leistungsfähige IT-Infrastruktur für Computersimulationen bereitzustellen. Für den Ausbau werden in Kaiserslautern drei Millionen Euro und in Mainz 8,7 Millionen Euro investiert.

Das Hochleistungsrechnen ist einer der dynamischsten Bereiche in der ohnehin schnelllebigen IT-Welt. Nun wird diese Technologie in Kaiserslautern und Mainz erweitert mit dem Ziel, weiterhin HLR-Kapazitäten nach dem Stand der Technik für die Wissenschaft des Landes bereitzustellen. Bereits mit der ersten Ausbaustufe des Hochleistungsrechners Mogon II an der JGU ist Rheinland-Pfalz wieder in der Liga der 500 leistungsstärksten Rechner der Welt vertreten. Mit der schnellen Rechenleistung wird unter anderem die Spitzenforschung in Kaiserslautern und Mainz unterstützt, zum Beispiel in der Physik, der Chemie, im Maschinenbau oder in der Genomforschung.

Prof. Dr. Nicolas R. Gauger, Leiter des Regionalen Hochschulrechenzentrums Kaiserslautern, zeigt sich erfreut: "Mit dem Ausbau der Hochleistungsrechner an beiden Standorten bieten wir den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Ort und landesweit eine bundesweit konkurrenzfähige Infrastruktur für die in der Wissenschaft immer wichtiger werdende dritte Säule des Erkenntnisgewinns: die Simulation mit dem Computer."

"Wir freuen uns, dass wir die bewährte Kooperation auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens mit der TU Kaiserslautern weiter ausbauen können. Insbesondere durch diese Zusammenarbeit können wir auf die verschiedenen Forschungsinteressen in Rheinland-Pfalz von den klassischen Naturwissenschaften über die Ingenieurwissenschaften bis hin zu den Digital Humanities individuell eingehen", so der Leiter des Zentrums für Datenverarbeitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. André Brinkmann.

"Der Zugang zu Hochleistungsrechnern ist heute für nahezu alle Disziplinen unverzichtbar. Die Allianz für Hochleistungsrechnen Rheinland-Pfalz ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Hochschulen durch Kooperation und mit vereinten Kräften die Verfügbarkeit dieser wichtigen Schlüsseltechnologie für alle Hochschulen sicherstellen können", freut sich Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.