Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat bisher über 700 Studierende mit einem Deutschlandstipendium gefördert

Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft / Stipendiatinnen und Stipendiaten profitieren von aktiv gelebter Stipendienkultur

20.01.2017

Seit der Einführung des Deutschlandstipendiums im Jahr 2011 wurden an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bisher rund 1,3 Millionen Euro für dieses bundesweite  Stipendienprogramm eingeworben, die der Bund verdoppelt, sodass die Studierenden Jahresstipendien in Höhe von 3.600 Euro erhalten. Insgesamt konnten so bislang 710 Studierende der JGU mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden. Zum Wintersemester 2016/2017 wurden 153 Stipendien vergeben; dies entspricht rund 275.000 Euro, eingeworben von 36 Unternehmen, privaten Förderern und Stiftungen. Bei einem festlichen Get-together hatten Förderer und Stipendiaten der JGU die Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. "Wir freuen uns außerordentlich über das große Interesse der Förderer und Stipendiaten, einander zu begegnen und sich auszutauschen. Das bestehende Netzwerk von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft an der JGU wird auf diese Weise weiter gestärkt", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. "Privates stifterisches Engagement trägt heute entscheidend dazu bei, dass an deutschen Hochschulen Forschung und Lehre auf höchstem Niveau betrieben werden können. Dies wiederum ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Universitäten im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe auch künftig mithalten können. Wir sehen das Deutschlandstipendium als Chance, die an unserer Hochschule bereits aktiv gelebte Stipendienkultur weiter auszubauen und zu festigen", so Krausch.

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten liegt bei der Universität. Hierbei zählen in erster Linie Spitzenleistungen in Schule und/oder Studium. Weitere Auswahlkriterien können auch die Bereitschaft, soziale Verantwortung in der Familie, im Verein oder in einer sozialen Einrichtung zu übernehmen, oder der familiäre Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber sein. "So sollen junge Talente gefördert werden, die bereit sind, über ihre fachliche Qualifikation hinaus Verantwortung in Wirtschaft und Wissenschaft zu übernehmen. Gleichzeitig will das Stipendienprogramm jungen Menschen, die sich aus ökonomischen Gründen kein Studium leisten können, Perspektiven eröffnen", erklärt die Kanzlerin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Dr. Waltraud Kreutz-Gers.

Mit ihrer Beteiligung am Deutschlandstipendium zeigen die Förderinnen und Förderer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gesellschaftliches Engagement und zugleich ihre Verbundenheit mit der Universität. "Die Zukunft unseres Landes steckt insbesondere in den Köpfen gut ausgebildeter junger Menschen. Das Deutschlandstipendium ist dabei ein wichtiger Baustein, um die Talente von begabten jungen Menschen in einer entscheidenden Lebensphase optimal zu fördern und zu fordern", so Peter Radermacher, Vorsitzender der Freunde der Universität Mainz e.V. "Seit 2011 haben wir inzwischen rund 125 Deutschlandstipendien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finanziert. Darin sehen wir eine sehr gezielte und individuelle Fördermöglichkeit, die letztlich unserer Gesellschaft zugutekommen wird."

Unternehmen bietet die Beteiligung am Deutschlandstipendium neben dem gesellschaftlichen Engagement insbesondere auch die Chance, frühzeitig Kontakt zu Führungskräften von morgen zu erhalten und den Wissenstransfer voranzutreiben. In diesem Jahr wiederholt als Förderer dabei sind unter anderem die Evonik Stiftung mit 15 Deutschlandstipendien, die BASF SE mit elf Stipendien, die Carl Zeiss Stiftung und die Alexander Karl-Stiftung mit je zehn Stipendien sowie die AMGEN GmbH mit fünf Stipendien. Als neue Förderer begrüßt die JGU in dieser Förderperiode beispielsweise die Bauunternehmung Karl Gemünden GmbH & Co. KG, die sechs Stipendien finanziert, die Verlagsgruppe Rhein Main Stiftung mit der Adolf Fraund-Stiftung mit vier Stipendien sowie die ZDF Enterprises GmbH mit zwei Stipendien. Darüber hinaus engagieren sich weitere Unternehmen, Fördervereine und Privatpersonen beim Deutschland­stipendium und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftschancen unserer Gesellschaft.

Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bereits im Sommersemester 2011 am Stipendienprogramm der Bundesregierung beteiligt. Grundlage des Deutschlandstipendiums ist das im Juli 2010 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Stipendienprogramm-Gesetz (StipG). Mit dem Deutschlandstipendium sollen besonders begabte und leistungsstarke Studierende unterstützt werden, die einkommensunabhängig monatlich 300 Euro über einen Zeitraum von mindestens zwei Semestern erhalten. Darüber hinaus können bei der Vergabe auch gesellschaftliches Engagement oder der familiäre Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden. In der Finanzierung des Deutschlandstipendiums übernehmen Förderer und Bund je 150 Euro. Ihre Zuwendung können die Förderer als Spende steuerlich geltend machen.