Mercedes-Benz Niederlassung Mainz spendet 10.000 Euro für Forschungsprojekt in Materialwissenschaften

Spendensumme wird in Erweiterung einer Depositionsanlage zur Entwicklung neuer Materialien investiert, die effizient Abwärme in nutzbare elektrische Energie umwandeln

17.04.2018

Mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt die Mercedes-Benz Niederlassung Mainz ein Forschungsprojekt in den Materialwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Investiert wird die Spendensumme in die Erweiterung einer Depositionsanlage. Das Ziel: die Abwärme, die beispielsweise bei konventionellen Antrieben im Automobilbereich über den Motor, das Abgassystem und die Katalysatoren an die Umwelt abgegeben wird, in nutzbare elektrische Energie umzuwandeln. "Wir freuen uns sehr über diese großzügige Zuwendung", dankt der Präsident der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch der Mercedes-Benz Niederlassung Mainz. "Denn Materialwissenschaftler unserer Universität gehören mit ihrer Exzellenz-Graduiertenschule Materials Science in Mainz zur internationalen Forschungselite und stellen mit der Entwicklung funktionaler Materialien in zukunftsweisenden Forschungsgebieten ihre wissenschaftliche Leistungsfähigkeit erfolgreich unter Beweis."

"Wir freuen uns, mit unserem Engagement für die Johannes Gutenberg-Universität einen Impuls für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort hier in Mainz geben zu können", erklärt der Vertriebsdirektor NFZ Rhein-Main, Mercedes-Benz Niederlassung Mainz, Hartmut Swietlik.

Mit thermoelektrischen Effekten wollen die Mainzer Wissenschaftler die Abwärme in nutzbare elektrische Energie umwandeln. Konventionell erzeugen thermoelektrische Zellen nur eine kleine elektrische Spannung, so dass man zur Erzeugung von einer nutzbaren Spannung viele Elemente zusammen verschalten muss, was die Herstellung verkompliziert und damit teuer macht. Ein alternativer Ansatz sind Spin-Thermoelektrische Effekte, die durch den kürzlich gefundenen Spin Seebeck Effekt aus Abwärme einen Spinstrom erzeugen, der dann in nützliche elektrische Energie umgewandelt werden kann. Da hier größere Spannungen erzeugt werden können, ist die Herstellung von einer monolithischen Zelle einfacher und daher möglicherweise kostengünstiger. "In Mainz wurden kürzlich neue Materialien und Systeme gefunden, die für eine effiziente Umwandlung infrage kommen", so Prof. Dr. Mathias Kläui vom Institut für Physik der JGU. "Die Spendensumme investieren wir in die Erweiterung einer Depositionsanlage zur Entwicklung neuer Materialsysteme, die effizient Abwärme in nutzbare elektrische Energie umwandeln."