Verbundprojekt untersucht kommunikative Funktion von Prototypen

Start eines neuen BMBF-Verbundprojekts unter Federführung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

24.10.2018

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Verbundprojekt "Zukunft materiell entwerfen. Prototypen als Kommunikationsmedien des Neuen" bewilligt. Das Projekt befasst sich mit der interdisziplinären Erschließung der kommunikativen Funktion von Prototypen. Inwiefern transportiert etwa der Entwurf eines selbstfahrendes Autos zugleich eine Zukunftsvision des Verkehrs von Übermorgen?  Durch die Analyse der Vergangenheit und Gegenwart des Prototyping als materieller Praxis sollen unter anderem folgende Fragen behandelt werden: Was verraten Prototypen über die Zukunft der Technik? Wie wandelt sich Prototyping mit der Digitalisierung? Welche besonderen Chancen bieten Prototypen für die Technikkommunikation und -partizipation? Was heißt es schließlich, Kultur und Gesellschaft selbst im Modus prototypischen Designs zu deuten?

Das angestrebte Vorhaben soll in eine Ausstellung des Deutschen Museums Nürnberg zum Thema Prototypen münden, in die die historischen, soziologischen und designwissenschaftlichen Arbeiten des Verbundvorhabens einfließen.

Sprecher des Verbunds ist Prof. Dr. Sascha Dickel, Juniorprofessur für Mediensoziologie der JGU. Verbundpartner sind das Deutsche Museum Nürnberg, das entstehende erste Museum für Zukunft in Deutschland, sowie der Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie der Technischen Universität München und das Interaction Design Lab der Fachhochschule Potsdam.

Das Projekt erfolgt im Rahmen des BMBF-Fördervorhabens "Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen". Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhält eine Fördersumme von rund 310.000 Euro.