JGU begrüßt Spitzenforscherinnen und -forscher und verleiht Gutenberg Research Award 2019

Jahresfeier des Gutenberg Forschungskollegs / Öffentliche Vorträge von Corine Defrance in Mainz

06.05.2019

Das Gutenberg Forschungskolleg (GFK), die zentrale Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), hat den Gutenberg Research Award 2019 verliehen und fünf neue Fellows begrüßt. Den mit 10.000 Euro dotierten Gutenberg Research Award 2019 erhielt Prof. Dr. Corine Defrance vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, Sirice. Damit hat das GFK nicht nur die exzellenten Forschungsergebnisse der französischen Historikerin zur deutsch-französischen Beziehungsgeschichte, sondern auch ihre besonderen Verbindungen nach Mainz und ihr starkes Engagement für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gewürdigt.

Bei den GFK-Fellows handelt es sich um exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler von der JGU und außerhalb, die vom GFK unterstützt werden, um sich an der JGU in besonderer Weise ihrer Forschung oder Kunst widmen zu können. Derzeit betreut das GFK 25 aktive Fellows. Bei 36 weiteren Fellows ist die Förderung beendet, wobei viele durch wissenschaftliche Kooperationen und Veranstaltungen des GFK weiterhin mit der JGU verbunden sind.

Auf der diesjährigen Feier wurden die folgenden fünf neuen Fellows offiziell begrüßt:

  • Prof. Parastou Forouhar, Freie Bildende Kunst, Kunsthochschule Mainz
  • Prof. Dr. Boris Kaus, Geophysik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. Martina Krämer, Wolkenphysik, Forschungszentrum Jülich
  • Prof. Dr. Klaus Pietschmann, Musikwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Prof. Dr. Marion Silies, Molekulare Neuroentwicklungsbiologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Außerdem wird das GFK in diesem Jahr ein sogenanntes „Zielgerade“-Fellowship an Prof. Dr. Wolfgang Zwickel vom Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie der JGU vergeben. Mit den „Zielgerade“-Fellowships ermöglicht das GFK den Abschluss großer Forschungs- oder Publikationsprojekte, indem es Mittel zur Verfügung stellt, aus denen für zwei oder drei Semester eine Vertretung für die Lehre bezahlt wird. „Auf diese Weise können sich die Zielgerade-Fellows voll und ganz auf die Fertigstellung eines bereits weit gediehenen Forschungsprojekts konzentrieren. Gerade am Ende muss einem solchen Projekt die volle Kraft, Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet werden, um die Fertigstellung auf exzellentem Qualitätsniveau zu erreichen“, sagt GFK-Direktor Prof. Dr. Thomas Hieke.

Gegründet im Jahr 2007 anlässlich der ersten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, ist das GFK das älteste von inzwischen drei Exzellenzkollegs für Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs an der JGU. Sein Leitungsgremium besteht aus herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der JGU und kooperierender Forschungseinrichtungen sowie Studierenden. Es entscheidet über die Vergabe der GFK-Fellowships und berät die Leitung und die Fachbereiche der Universität in strategischen Fragen, etwa bei der Bildung von Forschungsschwerpunkten, der Neustrukturierung von Instituten und der Antragstellung in Exzellenzwettbewerben.