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  24.10.2005

Foto: privat
Lupe
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Prof. Peter Galle, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Mainz (2. v. r.), und Dr. Ana-Paula Barreiros von der 1. Medizinischen Klinik (2. v. l.) mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame (r.), dessen Gattin (Mitte) und dem ruandischen Staatssekretär im Gesundheitsministerium


Facharztausbildung in Ruanda unterstützen

Delegation aus Mainz zu Besuch im afrikanischen Hochland

Auf Einladung des ruandischen Präsidenten ist eine Delegation aus Mainz nach Ruanda gereist, darunter der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Mainz, Prof. Peter Galle, und Dr. Ana-Paula Barreiros von der 1. Medizinischen Klinik. Nach dem Besuch in der ruandischen Stadt Butare stand fest: Die Mainzer Uniklinik will sich zukünftig an der Ausbildung von Fachärzten in Ruanda beteiligen – und so die Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda um eine weitere wichtige Facette bereichern.

Bei ihrer fünftägigen Reise durch das kleine Land im afrikanischen Hochland besichtigte die Delegation mehrere Krankenhäuser, darunter die Universitätsklinik in Butare. "Es herrschen hier Bedingungen, die wir uns in Deutschland nicht vorstellen können, zum Beispiel hat ein Krankenhaus ein unglaublich großes Einzugsgebiet von bis zu 300.000 Menschen und mehr", sagt Galle. "Engpässe gibt es dadurch vor allem bei der Facharztausbildung."

Ihre Vorstellungen zu einer künftigen medizinisch-akademischen Partnerschaft konnten die Mediziner aus Mainz mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame persönlich besprechen. "Dabei wurde klar, dass sich das Land seit dem Genozid von 1994 noch im Wiederaufbau befindet", sagen Galle und Barreiros unisono. "Spezialisten - auch im medizinischen Bereich - werden dringend gebraucht. Um zukünftig genügend Fachärzte selbst ausbilden zu können, ist jedoch zunächst Hilfe von außen nötig. Wir können hier sicher einen sinnvollen Beitrag leisten." Bei vielen Gesprächen in Ruanda war dies die dringlichste Bitte der Gastgeber an die Mediziner des Uniklinikums - und somit der aktuelle Besuch ein erster Schritt.

Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda

Seit 1982 ist Rheinland-Pfalz mit Ruanda partnerschaftlich verbunden. Im Jahr 1983 wurde der Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e. V. gegründet. Er unterstützt das Ministerium des Innern und für Sport, das im Auftrag der Landesregierung Projekte unter anderem im Bereich der Bildung, der Behinderten- und Gesundheitsarbeit sowie der Infrastruktur fördert, bei der Koordination. Zudem organisiert der Verein den Transport von Hilfsgütern nach Ruanda und ist Träger des Koordinationsbüros in Kigali. Dieses ist Anlaufstelle und Kooperationsstelle für die ruandischen Partner und steht den rheinland-pfälzischen Partnern für Hilfe und Auskunft zur Verfügung. Insbesondere prüft und kontrolliert es die von Partnern und von der Landesregierung finanzierten Projekte.



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Dr. Renée Dillinger
Pressestelle des Uniklinikums
Tel: +49 (0)6131 17-7424
Fax: +49 (0)6131 17-3496
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