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  16.05.2006

Foto: Peter Pulkowski
Lupe
Foto: Peter Pulkowski
Sprecherin des MAINZ Prof. Dr. Claudia Felser, Prof. Dr. Hans Wolfgang Spiess vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Nobelpreisträger Prof. Dr. Jean-Marie Lehn, Universitätspräsident Prof. Dr. med. Jörg Michaelis (v. l.)


Gutenberg Lecture Award an Nobelpreisträger Jean-Marie Lehn

Mainzer Materialwissenschaften weltweit Spitze

Ziel der Graduiertenschule „Material Science in Mainz (MAINZ)“ ist es, exzellenten Studierenden aus dem In- und Ausland eine herausragende Ausbildung für eine erfolgreiche Karriere in Wissenschaft, Forschung und Industrie zu ermöglichen sowie die Mainzer und rheinland-pfälzische Wissenschaft weltweit zu positionieren und sichtbar zu machen: „Das wissenschaftliche Ziel sehen wir in der Aufstellung von Theorien zur Entwicklung neuer funktionaler Materialien, und die Grundlage dafür ist das Verständnis, wie komplexe Materie funktioniert“, erklärt die Sprecherin Univ.-Prof. Dr. Claudia Felser vom Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität, „gleichzeitig können hier Spitzen-Nachwuchsforscher aus dem In- und Ausland mit einem breit gefassten, interdisziplinären Ansatz forschen und promovieren.“ In diesem Rahmen vergibt MAINZ erstmals den Gutenberg Lecture Award an einen international renommierten Gastprofessor, den Nobelpreisträger für Chemie 1987, Prof. Dr. Jean-Marie Lehn, Straßburg.

Mit der Graduiertenschule „Material Science in Mainz (MAINZ)“ hat die Johannes Gutenberg-Universität eine erste Hürde in der „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder“ genommen und einen vollständigen Antrag auf die Einrichtung gestellt. Im Mittelpunkt dieses Exzellenzzentrums steht das Design neuer funktionaler Materialien, Materialien mit neuen Eigenschaften wie es beispielsweise auch Supraleiter sind. Von den kleinsten Bausteinen der Materie bis zu den angewandten Materialien, von der grundlegenden Theorie zur praktischen Entwicklung, von der modernen Atomphysik zur Chemie: hochqualifizierte Nachwuchsforscher aus dem In- und Ausland haben hier die Möglichkeit, mit einem breit gefassten, interdisziplinären Ansatz zu forschen und zu promovieren. Durch diese Ausrichtung und insbesondere auch durch die wissenschaftliche Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung erwartet Professor Felser, dass sich auf dem Gebiet der Materialwissenschaften neue zukunftsweisende Forschungsansätze und –felder eröffnen.

Bereits im Landeswettbewerb erfolgreich Die Graduiertenschule MAINZ besteht aus den internationalen Graduiertenzentren der Exzellenz „Stark korrelierte Quantensysteme: Experimente und Simulationen mit ultrakalten Gasen“ (Matcor) sowie „Polymere in neuen Materialien“ (Polymat), die von der Landesregierung im Rahmen des Hochschulprogramms „Wissen schafft Zukunft“ im Juli vergangenen Jahres bewilligt wurden. Wissenschaftler der Fachbereiche Physik und Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung und des Fachbereichs Physik der Technischen Universität Kaiserslautern bieten hervorragenden Promovenden eine strukturierte Förderung und optimierte Qualifikation in der interdisziplinären Erforschung der sehr verschiedenen Formen von Materie und deren zukunftsorientierten Anwendungsmöglichkeiten. In das Programm integriert ist die International Max Planck Research School für Polymere Materialien am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und dem Fachbereich Chemie der Universität.

Vierzig Studierende der Fachrichtungen Chemie, Physik und Materialwissenschaften forschen und promovieren seit Sommersemester 2006 in diesen Graduiertenzentren der Exzellenz, die Hälfte davon mit einem Stipendium für Unterhalt sowie eigenen Forschungs- und Reisemitteln. Ziel war es insbesondere, hochqualifizierte Nachwuchsforscher aus aller Welt nach Mainz zu holen: „Die Hälfte der Promovenden kommen aus dem Ausland, je ein Viertel aus Mainz bzw. Deutschland“, erklärt Prof. Dr. Hans Wolfgang Spiess vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz, “von dieser internationalen Zusammensetzung und dem Austausch mit gleichgesinnten und hochmotivierten Kollegen profitieren die jungen Wissenschaftler in hohem Maße.“

Die Messlatte für die Aufnahme in die Graduiertenzentren liegt hoch. Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung haben nur die Besten der Besten, d.h. exzellenter Studienabschluss in den entsprechenden Fachrichtungen, die Zugehörigkeit zu den fünf bis zehn Prozent der Besten eines Jahrgangs sowie nachgewiesenes besonderes Interesse an den Themenstellungen der Graduiertenkollegs sind notwendige Voraussetzung. Die herausragenden und hochmotivierten Studierenden erwartet dann ein hochkarätiges Ausbildungsprogramm. Jeder Promovend erhält einen eigenen Mentor aus Wissenschaft oder Industrie, der ihn in allen Fragen des akademischen Fortschritts berät oder unterstützt. Seminarprogramm, Exkursionen, Laborkurse, jährliche wissenschaftliche Workshops mit internationalen Referenten sowie die Gelegenheit zur Mitwirkung an summer schools, internationalen Konferenzen oder gemeinsamen Publikationen sind aufeinander abgestimmt. Schlüsselqualifikationen, wie z.B. Rhetorik, Projektmanagement, Informations- und Wissensmanagement, erwerben sich die Studierenden im „Allgemeinen Promotionskolleg“, das die Universität im Wintersemester 2005/06 im Rahmen ihrer strukturierten Doktorandenausbildung für alle Promovenden der Universität gründete.

"Ziel der Graduiertenzentren der Exzellenz ist es einerseits, absolute Spitzenforscher und die besten Studierenden aus aller Welt nach Mainz zu holen", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Michaelis, "aber andererseits auch zu zeigen, dass wir hier in Mainz Forschung auf höchstem internationalem Niveau betreiben, kurz: die Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Spitzenforschungsbereich weltweit zu positionieren und sichtbar zu machen.“



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