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11.07.2006
Höchster französischer Orden für Olympiaforscher Norbert MüllerBesonderer Verdienst um die deutsch-französischen BeziehungenDer französische Generalkonsul in Frankfurt, Gilles Favret, überreichte am Freitag, den 7. Juli, im Beisein von Dr.Charles Scheel, Hochschulattache der Französischen Botschaft für Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland, die Insignien eines Ritters der Ehrenlegion an den Mainzer Sportwissenschaftler Professor Norbert Müller. 1994 war er bereits mit dem Wissenschaftsorden „Palmes académiques“ und 1999 mit der Goldmedaille für Sport und Leibeserziehung der französischen Republik ausgezeichnet worden. Der französische Staatspräsident hat die Aufnahme in die Ehrenlegion, dem höchsten französischen Orden, dem Mainzer Sporthistoriker und Olympiaforscher für sein jahrzehntelanges Engagement zur Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft insbesondere als Protagonist der internationalen Coubertin-Forschung zuerkannt. Der Franzose Pierre de Coubertin (1863-1937) ist als Begründer der modernen Olympischen Bewegung in die Geschichte eingegangen. Prof. Müller hat die sportpädagogischen und olympiabezogenen Schriften Coubertins wissenschaftlich bearbeitet und bereits 1986 in einer dreibändigen französischen Edition, im Jahre 2000 auch in Englisch und 2006 in Spanisch herausgegeben. Die humanen Werte der Olympischen Idee Coubertins hat Prof. Müller in konkrete „olympische Erziehungsprogramme“ für Schüler und Studenten umgesetzt; ein Beispiel ist der Pierre de Coubertin-Abiturpreis in Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen. Müller lehrte als Gastprofessor u.a. an der Universität Straßburg. Seit vielen Jahren betreut er den Austausch Mainzer Sportstudenten mit den Universitäten Straßburg, Dijon und Paris. Mehrere französische Universitäten beriefen ihn zum Jury-Mitglied bei olympiabezogenen Doktorarbeiten. Seit 2001 ist Müller zudem Präsident des Internationalen Pierre de Coubertin-Komitees mit Mitgliedern in 64 Ländern. Durch persönliche Bindungen hat sich Müller seit 1994 in Kulturprojekte des französischen Verbandes der Widerstandskämpfer und KZ-Häftlingen auch unter Beteiligung von Mainzer Studierenden eingebracht, was in der Ehrung mit zum Ausdruck gebracht werden sollte. Druckversion |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 19.07.2006 |
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