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  04.10.2006

Pentax unterstützt Stiftungsprofessur für Endoskopie

Exzellentes Niveau der Mainzer Endoskopie-Entwicklung bestätigt

Der Fachbereich Medizin und das Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität richten mit Unterstützung von Pentax eine neue Stiftungsprofessur in der Endoskopie ein. Am Donnerstag, dem 28. September 2006, haben Ikuzo Okamoto, Leiter der globalen Medizinsparte bei Pentax, Harald Beyer, Leiter der Medizinsparte Europa, Prof. Dr. Fred Zepp, Prodekan des Fachbereiches Medizin, und Prof. Dr. Peter Galle, Ärztlicher Direktor des Mainzer Universitätsklinikums, in einer Feierstunde den Stiftungsvertrag unterzeichnet. Die Professur soll Anfang 2007 besetzt werden.

Pentax ist ein weltweit operierendes Unternehmen mit Hauptsitz in Japan. Eines der Geschäftsfelder ist die Entwicklung von neuen Endoskopiesystemen. In der Medizintechnologie spielen sie eine führende Rolle. So ist es Pentax in Kooperation mit Optiscan in jüngster Zeit gelungen, durch die Entwicklung der Endomikroskopie eine deutliche Verbesserung in der Krebsfrüherkennung zu erreichen. Zum ersten Mal wird es Medizinern möglich, noch während einer laufenden Magen- oder Dickdarmspiegelung die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes in tausendfacher Vergrößerung zu mikroskopieren.

Wissenschaftler der I. Medizinischen Klinik der Johannes Gutenberg-Universität haben die Endomikroskopie gemeinsam mit Pentax getestet und weiterentwickelt. Nun scheint es möglich, dass durch neue endoskopische Verfahren sowohl die Diagnostik als auch die Therapiemöglichkeiten von Krebsvorstufen des Dickdarms und der Speiseröhre deutlich verbessert werden können. Pentax möchte diese Entwicklung nachhaltig unterstützen und stiftet der Johannes Gutenberg-Universität vor diesem Hintergrund eine Professur für neue Bildgebung in der Endoskopie. Ein Ziel der Stiftungsprofessur soll hierbei die zeitnahe Übertragung von Erkenntnissen der Grundlagen- oder klinischen Forschung in die klinische Praxis sein.

Bei der Unterzeichnung des Stiftungsvertrages hob Fred Zepp die Förderung der Kooperation von universitärer und industrieller Forschung als Leistungsmerkmal der Johannes Gutenberg-Universität hervor. Das besondere Engagement der Mainzer Wissenschaftler im Bereich der endoskopischen Forschung habe dabei den Weg zu einer industriellen Partnerschaft gebahnt. Peter Galle reflektierte in seiner Ansprache die über Jahre bestehende gute Zusammenarbeit zwischen Pentax und der Johannes Gutenberg-Universität. Gemeinsame Forschungsprojekte hätten zu international anerkannten Publikationen und Partnerschaften geführt. Als besonderes Beispiel nannte Galle die seit Juli 2006 bestehende Partnerschaft mit der Johns Hopkins Universität, Baltimore, einer der renommiertesten Forschungsuniversitäten in den USA. Beide Universitäten haben sich zum Ziel gesetzt, neue endoskopische Optionen im Kampf gegen den Krebs zu erforschen.

Ikuzo Okamoto erläuterte, dass nur die enge Interaktion zwischen Entwicklern und klinischen Forschern eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Medizinprodukten ermögliche. Er freue sich daher über die Einrichtung der von Pentax geförderten Stiftungsprofessur und erwarte weitere, grundlegende neue Erkenntnisse für die Krebsfrüherkennung.

Nach Unterzeichnung des Stiftungsvertrages erfolgt die Stellenausschreibung. Es wird erwartet, dass sich viele renommierte Endoskopiker auf diese universitär herausgehobene Position bewerben werden.



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Dr. Renée Dillinger
Pressestelle Uniklinikum
Tel +49 6131 17-7424
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