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  12.10.2006

Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis für Mainzer Mediziner

Andreas Fellgiebel für Weiterentwicklung eines Kernspinverfahrens ausgezeichnet

Am 12. Oktober 2006 verlieh die Hirnliga e. V. in München zum sechsten Mal den mit 5.000 Euro dotierten "Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis". Der diesjährige Preisträger ist Dr. Andreas Fellgiebel aus der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität. Mit diesem Preis wird Fellgiebel für die Weiterentwicklung eines Kernspinverfahrens für die frühe Diagnostik der Alzheimer Erkrankung ausgezeichnet. Diese Weiterentwicklung hatte er im Rahmen seiner Habilitation in verschiedenen internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Bei der Alzheimer-Erkrankung kommt es zu einer vorzeitigen Alterung bestimmter Nervenzellen im Gehirn, gefolgt von deren Absterben. Die Erkrankung, die mit schleichend zunehmendem Gedächtnisverlust beginnt und zum Verlust der Selbständigkeit und zu vollständiger Pflegebedürftigkeit innerhalb weniger Jahre führt, ist auch heute noch nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf kann jedoch verzögert werden. Selbständigkeit und Lebensqualität der Patienten lassen sich deutlich länger bewahren, wenn schon im frühen Stadium die Diagnose sicher gestellt und mit der medizinischen Behandlung begonnen werden kann. Die Gedächtnisambulanz unter Leitung von Oberarzt Fellgiebel ist wissenschaftlich auf die Entwicklung neuer Verfahren zur Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung spezialisiert. Dazu gehören neben der Weiterentwicklung bildgebender Verfahren auch die Isolation spezifischer Proteine aus Nervenwasser und Blut.

Da das Alter den Hauptrisikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung darstellt, ist in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme der momentan auf eine Million geschätzten Krankheitsfälle in Deutschland zu rechnen. Die Verbesserung der Diagnostik und Therapie stellt daher für die Mainzer Neurowissenschaftler eine besondere Herausforderung dar.

Die Hirnliga e. V. vergibt den Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis zur Förderung junger Forscher aus dem deutschsprachigen Raum, die durch eine Veröffentlichung in den letzten zwei Jahren einen besonders wichtigen wissenschaftlichen Beitrag auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung geleistet haben.



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Caroline Hänsch
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