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18.12.2006
Ein Ringelwurm leuchtet wie ein WeihnachtsbaumErforschung von Meerestieren an der Universität MainzEine Vielzahl von leuchtenden Meerestieren bevölkert die Ozeane. Eines davon haben Mainzer Zoologen zu sich ins Labor geholt, um die biologische Funktion seines Leuchtens zu erforschen. Sven Zörner untersucht in seiner Dissertation am Institut für Zoologie der Universität Mainz die Lichtblitze, die kleine Ringelwürmer der Art Eusyllis blomstrandi abgeben, wenn sie mechanisch gereizt werden. Stark erschreckte Würmer schnüren ihr Hinterende ab. Dieses leuchtet daraufhin hell auf und zieht die Aufmerksamkeit des eventuellen Angreifers vom flüchtenden Kopfende ab – unübersehbar ein Ablenkungsmanöver. Professor Albrecht Fischer, seit Jahrzehnten erfahren mit biologischen Forschungen an Meerestieren, stieß auf den Bermudas auf dieses Phänomen und ermöglichte jetzt diese Untersuchungen an einer verwandten Art von Helgoland. Am Dienstag, dem 19. Dezember 2006, um 18.15 Uhr, zeigt der SWR Rheinland-Pfalz in der Sendung "Im Grünen" einen Beitrag über leuchtende Tiere, der auch Filmmaterial der Mainzer Zoologen enthält. Die DFG-finanzierten Forschungsaufnahmen mit Spezialkameras entstanden bei der IWF Wissen und Medien in Göttingen und mit gerätetechnischer Unterstützung der Firma Hamamatsu. Die Spezialaufnahmen, deren Analyse Grundlage einer in Kürze in der Fachzeitschrift "Helgoland Marine Research" erscheinenden Veröffentlichung ist, werden von der IWF Wissen und Medien im Internet bereitgestellt. Druckversion |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 16.01.2007 |
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