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03.01.2007
Russische Studierende zu GastKooperation mit der Medizinischen Akademie WoroneschIm Jahr 2005 haben die Johannes Gutenberg-Universität und die Medizinische Akademie Woronesch in Russland eine Kooperationsvereinbarung getroffen: Neben dem fachlich-wissenschaftlichen Austausch gehört dazu auch die Ausbildung von Studenten an der jeweils anderen Hochschule. Erstmals waren im Dezember 2006 Studierende der Zahnmedizin aus Woronesch zu Gast in Mainz. Nach einem von Prof. Dr. Michael Pietsch von der Abteilung für Hygiene und Umweltmedizin koordinierten Ausbildungsplan erhielten sie über zwei Wochen hinweg Unterricht in den Fächern Zahnerhaltungskunde, Implantologie, Hygiene, Medizingeschichte und Sozialmedizin. Die Unterrichtsinhalte wurden in deutscher Sprache vorgetragen und von zwei dafür ausgesuchten Studierenden aus Woronesch ins Russische übersetzt. Im Praktikum der Zahnerhaltungskunde konnten die Gäste Gruppen mit russlanddeutschen Spätaussiedlern zugeordnet werden, so dass es auch dort keine Sprachprobleme gab. Prof. Dr. Brita Willershausen, Dr. Alexander Pistorius von der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Dr. Mark Soibelmann vom privaten Institut für Implantologie und Ästhetische Zahnheilkunde vermittelten den Studierenden aus Woronesch den Stand der modernen Zahnmedizin. In der Hygiene erläuterte ihnen Michael Pietsch die für ihre spätere berufliche Tätigkeit wichtigen Aspekte des Infektionsschutzes. Der Mainzer Kulturdezernent Dr. h. c. Peter Krawietz übernahm mit Unterstützung von Dr. Franz Dumont aus dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin den Unterricht über die Geschichte der Mainzer Universität und ihrer medizinhistorischen Büchersammlung. Komplettiert wurde das Programm durch ein sozialmedizinisches Seminar über die demographische Entwicklung in Mainz und die Wohnraumversorgung älterer Mitmenschen durch Rainer Laub, Geschäftsführer der Wohnbau Mainz. Die begleitenden Dozenten aus Woronesch, Prof. Dr. Anatoly Kunin und Dr. Jury Ippolitov, waren im Abschlussgespräch davon überzeugt, dass der Aufenthalt ihrer Studierenden in Mainz nicht nur fachlich wichtig war. Sie hätten dabei auch eine historisch bedeutsame mitteleuropäische Stadt kennen lernen können – und bei dieser Gelegenheit einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Region. Druckversion |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 24.01.2007 |
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