![]() |
![]() |
|||||
|
17.01.2007Forschungspreis der Robert-Müller-Stiftung für Bernhard DorweilerDoktorandenstipendien gehen an Johanna Müller und Gerrit Spanier(Mainz, 17. Januar 2007) Den Forschungspreis der Robert-Müller-Stiftung für das Jahr 2006 in Höhe von 5.000 Euro erhielt Dr. Bernhard Dorweiler, Klinik für Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für seinen innovativen Beitrag zur Atheroskleroseforschung. Die Doktorandenstipendien für 2006 in Höhe von jeweils 9.000 Euro gingen an Johanna Müller, 2. Medizinische Klinik und Poliklinik, und Gerrit Spanier, Institut für Pharmakologie, für ihre Studien auf dem Gebiet des Diabetes mellitus. Die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) ist ein komplexer Prozess aus Ablagerung von Lipiden und Einwanderung von Blutzellen in die Gefäßwand. Die speziellen Anforderungen an ein Zellkulturmodell für die Atheroskleroseforschung konnten von vorhandenen Modellen nicht optimal erfüllt werden. Daher entwickelte Dr. Bernhard Dorweiler mit seiner Arbeitsgruppe ein dreidimensionales Zellkultursystem aus menschlichen Gefäßzellen mit der Architektur einer menschlichen Gefäßwand. Umfangreiche Untersuchungen bestätigten die charakteristischen Eigenschaften und die Eignung des Modelles zur Untersuchung der Gefäßverkalkung unter Laborbedingungen. „Mit diesem Gefäßwandmodell leistete Dr. Dorweiler einen innovativer Beitrag zur Atheroskleroseforschung und eine wichtige Ergänzung der gegenwärtig verfügbaren Zellkulturmodelle“, erklärte der Dekan des Fachbereichs Medizin, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, im Rahmen der Feierstunde. Doktorandenstipendien für Studien auf dem Gebiet des Diabetes mellitus Die Doktorandenstipendien für 2006 erhielten Johanna Müller für ihre Arbeit zum Thema „Effekte einer Telmisartan in vivo Therapie auf den Streptozotocin-induzierten Typ 1 Diabetes mellitus in Wistar Ratten speziell im Hinblick auf antioxidative Wirkungen von Telmisartan auf den oxidativen Stress induziert durch NADPH- Oxidase und entkoppelte NO- Synthase, und auf die endotheliale Dysfunktion“ und Gerrit Spanier für seine Arbeit zum Thema „Pioglitazon erhöht die Expression der Glutathion-Peroxidase 1 in vitro und in vivo“. Die Welt- Gesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass mehr als 177 Millionen Menschen weltweit an Diabetes mellitus leiden. Schätzungen zufolge soll sich diese Zahl in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Die ökonomischen Kosten und menschlichen Opfer sind immens. In Deutschland erleidet alle 19 Minuten ein Diabetiker einen Herzanfall. Dennoch ist über die Mechanismen der Krankheitsursachen, die Konsequenzen für das kardio-vaskuläre System sowie eine effektive Behandlung der Krankheit wenig bekannt. Ziel beider Studien ist es, die Wirkungen der oben genannten Medikamente auf die kardio-vaskulären Risiken bei Diabetikern zu untersuchen. Robert-Müller-Stiftung Robert Müller, der frühere Mitherausgeber des „Wiesbadener Kurier“, kündige 1965 bei seinem Abschied aus der Verlagsleitung die Gründung einer Stiftung zugunsten des Fachbereichs Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an. Nach Robert Müllers Tod im Jahr 1967 wurden aus dessen Nachlass der Stiftung kontinuierlich Mittel zugeführt. Ausschließlicher Zweck der Stiftung ist die unmittelbare Förderung der Forschung vornehmlich auf dem Gebiet der Angio-Kardiologie. Dazu gehören die Unterstützung der Lehr- und Forschungseinrichtungen, Förderung bestimmter, fachlich und zeitlich begrenzter Forschungsvorhaben, wissenschaftlicher Arbeiten und Veröffentlichungen sowie die Gewährung von Beihilfen in jeder Form zu Forschungs- und Studienreisen. Die Stiftung setzt überdies einen jährlichen Forschungspreis von 5.000 Euro aus. Druckversion |
|
| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 29.01.2007 |
|