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  24.01.2007

European Award for Plasma Spectrochemistry für Klaus Heumann

Besonders zuverlässiges Verfahren der Isotopenverdünnungstechnik entwickelt

Der "European Award for Plasma Spectrochemistry" wird seit 2003 alle zwei Jahre auf der jährlich im Wechsel in Europa und den USA stattfindenden internationalen "Winter Conference on Plasma Spectrochemistry" verliehen. Diese Konferenz findet dieses Jahr vom 17. bis zum 23. Februar in Taormina, Italien, statt, wo in der Eröffnungsveranstaltung der Preis verliehen wird. Preisträger wird Prof. Dr. Klaus Heumann vom Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität sein. Er wird neben einem Geldbetrag auch die Möglichkeit zu einer Gastvortragsreise nach Japan erhalten, wo die sponsernde Firma Agilent Technologies ihre Plasma-Massenspektrometer baut. Wesentliche Absicht des auf europäische Forscher bezogenen Preises ist es, Entwicklungen in der modernen Analysentechnik in Europa zu fördern.

Klaus Heumann hatte bis Herbst 2005 eine der beiden Professuren für Analytische Chemie im Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie inne. Seit seiner Pensionierung betreut er weiterhin Doktoranden des Graduiertenkollegs "Spurenanalytik von Elementspezies: Methodenentwicklung und Anwendungen", deren Sprecher Heumann bis September 2005 war. Bis 2008 ist er außerdem gewähltes Mitglied des Fachkollegiums Chemie der Deutschen Forschungsgemeinschaft und arbeitet weiterhin als Mitherausgeber beim größten europäischen Analytikjournal, "Analytical and Bioanalytical Chemistry".

Die Verwendung von Plasmen als Anregungsquelle für Atome hat in den vergangenen Jahren in der Analytik von Spuren- und Ultraspurenelementen eine immer größere Bedeutung eingenommen. So ist heute die induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) eine der leistungsstärksten analytischen Methoden in der Spurenanalytik und – bei Online-Kopplung mit selektiven Trennmethoden wie der Gaschromatographie oder der Hochleistungsflüssigkeits-Chromatographie – auch in der Elementspeziesanalytik, welche die wichtige chemische Bindungsform eines Elementes charakterisiert. Das prinzipiell große Problem aller Spurenanalysen ist jedoch die Richtigkeit von Bestimmungen in diesen extrem niedrigen Konzentrationsbereichen, die oftmals im oder unter dem "parts per billion"-Level liegen. Klaus Heumann hat in den vergangenen 15 Jahren zusammen mit seinen Mitarbeitern für solche ICP-MS-Analysen besonders zuverlässige Verfahren der Isotopenverdünnungstechnik entwickelt, die nun durch die Verleihung des European Award for Plasma Spectrochemistry gewürdigt werden. Bei der Isotopenverdünnungstechnik werden bezüglich Konzentration und Isotopenzusammensetzung genau charakterisierte Elemente beziehungsweise Elementspezies der zu bestimmenden Substanzen in isotopenangereicherter Form zur internen Kalibration verwendet.



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Prof. Dr. Klaus Heumann
Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie
Duesbergweg 10-14
D 55128 Mainz
Tel +49 6131 39-25882
Fax +49 6131 39-23369
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