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  21.03.2007

Studierendenzahlen bleiben auf hohem Niveau

Deutlicher Zuwachs bei den Bewerberzahlen für das Sommersemester 2007

(Mainz, 21. März 2007, gie) Die Studierendenzahl an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bleibt voraussichtlich auf hohem Niveau. Die Zahl der eingeschriebenen Studierenden wird im Sommersemester 2007 von einem „Normalzustand“ noch sehr weit entfernt sein. Seit Jahren schlägt sich der bundesweite Trend zu steigenden Studierenden- und Bewerbungszahlen auch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nieder. Die Bewerbungszahlen sind in den zurückliegenden fünf Jahren von 6.600 (2001) auf jetzt 19.752 (2006) pro Jahr angestiegen. Nachdem die Bewerbungszahl im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben ist, ergibt sich für das Sommersemester 2007 allerdings wieder ein deutlicher Zuwachs um mehr als fünfzehn Prozent gegenüber dem Sommersemester 2006 (6.097 Bewerbungen). Für das Sommersemester 2007 gingen 7.119 Bewerbungen ein, davon 6.323 für zulassungsbeschränkte Studiengänge und 796 für zulassungsfreie Studiengänge. „Es könnte sein, dass sich hier die Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren in den umliegenden Bundesländern, insbesondere in Hessen, zeigen“, so der Präsident. Möglicherweise seien die hohen Bewerberzahlen aber auch darauf zurückzuführen, dass an vielen anderen Hochschulen der Studienbeginn zum Sommersemester nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt möglich ist.

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber mit vorgezogenem Abitur in Rheinland-Pfalz ist überproportional gestiegen. Bewegte sich diese Zahl zwischen Sommersemester 2003 und Sommersemester 2006 stets unter 500 Bewerbungen, ist die Zahl im Sommersemester 2007 um fast ein Viertel auf 623 gestiegen.

Im Jahr 2006 wurden an der Universität Mainz insgesamt 4.954 Studierende neu in das erste Hochschulsemester eingeschrieben. Das ist gegenüber dem Jahr 2005 (4.673) ein Zuwachs von rund sechs Prozent. Damit entwickelt sich die Zahl der Studienanfänger an der Universität Mainz deutlich gegenläufig zum bundesweiten Trend: Hier war 2006 im Vergleich zum Vorjahr an den Universitäten ein Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Studierenden ist innerhalb der zurückliegenden fünf Jahre von 29.480 auf 34.451 im Wintersemes-ter 2006/2007 gestiegen und liegt damit nahezu identisch bei der Einschreibungszahl des vorherigen Wintersemesters (34.630). Aufgrund des laufenden Einschreibeverfahrens ist eine Prognose für das Sommersemester 2007 derzeit allerdings noch nicht möglich. „Trotz des extremen Anstiegs der Studierendenzahlen sind wir stets darum bemüht, die Zugangsmöglichkeiten zum Studium möglichst frei zu halten“, berichtet der Präsident. So hat sich die Anzahl der lokal zulassungsbeschränkten Studiengänge im Wintersemester 2006/2007 im Vergleich zum vorigen Wintersemester um 14 auf 76 reduziert. 74 Studiengänge waren frei zugänglich. Allerdings mussten auf Grund der aktuellen Einschreibungen für das Sommersemester 2007 in sechs weiteren Fächern Zulassungsbeschränkungen beantragt werden (Geschichte/Lehramt, Mittlere und Neue Geschichte, Französisch, Spanisch, Ethnologie, Afrikanische Philologie). „Wir hoffen jedoch, dass im Rahmen der Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 diese Beschränkungen zumindest probeweise wieder aufgehoben werden können“, so der Präsident.

Ein nach wie vor zentrales Problem ist die sehr ungünstige Annahmequote. Diese hat im Wintersemester 2006/2007 nochmals abgenommen und liegt jetzt bei 30 Prozent der Bewerbungen; im Vorjahr lag sie noch bei 32 Prozent. Grund hierfür dürften in erster Linie die Mehrfachbewerbungen sein, die Studienbewerberinnen und –bewerber auf Grund der schwierigen Zugangsmöglichkeiten an den deutschen Hochschulen abgeben. „Durch kontinuierliche technische und organisatorische Optimierung ist es uns in der Vergangenheit gelungen, den Bewerberansturm so zeitgerecht zu bewältigen“, so der Präsident, „dass der größte Teil der Zulassungen wenige Wochen nach Ablauf der Fristen versandt werden kann.“

Die Umstellung aller grundständig angebotenen Fächer auf Bachelor- und/oder Masterabschlüsse hat sich im vergangenen Jahr in der Planung als äußerst komplex erwiesen, insbesondere auch durch die parallele Umstellung der Lehramtsstudiengänge. „Wir können aber davon ausgehen, dass zum Wintersemester 2008/2009 die überwiegende Zahl der Studienfächer an der Universität Mainz Bachelor- und/oder Masterabschlüsse anbieten“, erklärt der Präsident. Bislang sind 27 gestufte Studiengänge durch den Senat eingerichtet worden, davon sind 18 im aktiven Studienbetrieb. Nach Abschluss der Umstellungsphase werden an der Universität rund 45 Bachelorstudiengänge und ca. 55 Masterstudiengänge (ohne Weiterbildungsstudiengänge) eingerichtet sein. Hinzu kommen noch 25 Fächer einschließlich der Bildungswissenschaften (hiervon drei Fächer nur für die Erweiterungsprüfung), die derzeit mit dem Abschluss „Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien“ angeboten werden und aufgrund der Reform der Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz auf die Bachelor-/Masterstruktur umgestellt werden müssen.

Bei der Einrichtung von Bachelor- und Masterstudiengängen wählt die Johannes Gutenberg-Universität zudem einen neuen Ansatz. Als eine der ersten Universitäten in Deutschland wird die Mainzer Universität die bisher durch externe Agenturen erfolgende Programmakkreditierung einzelner Studiengänge ersetzen. Unter Federführung des Zentrums für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) und in Kooperation mit der Akkreditierungsagentur ACQUIN sowie in Abstimmung mit dem Akkreditierungsrat wird vor der Einführung neuer Studiengänge deren Qualität in eigener Verantwortung unter Beteiligung externer fachwissenschaftlicher Berater gewährleistet. Ziel des Modellversuchs „Systemakkreditierung“ ist es, auf der Grundlage des Qualitätssicherungssystems der Johannes Gutenberg-Universität in den nächsten zwei Jahren ein Verfahren zu realisieren, das nicht alleine auf die Ebene einzelner Studiengänge abstellt, sondern ein integratives Modell von Hochschulentwicklung, Evaluation und Akkreditierung anstrebt.



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