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26.04.2007
Glenn T. Seaborg Award for Nuclear Chemistry für Norbert TrautmannAuszeichnung der American Chemical Society / Festsymposium am 14. MaiDie American Chemical Society (ACS) zeichnete Dr. Norbert Trautmann, Leitender Akademischer Direktor am Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität, mit dem Glenn T. Seaborg Award for Nuclear Chemistry aus. Dr. Trautmann erhielt den Preis für seine Leistungen auf den Gebieten der schnellen chemischen Trennungen und der Lasermassenspektrometrie. „Die Verleihung dieses sehr angesehenen Preises auf dem Gebiet der Kern- und Radiochemie wird das Institut für Kernchemie am 14. Mai ab 16 Uhr mit einem Festsymposium im Hermann-Staudinger-Hörsaal des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung würdigen“, erklärt Prof. Dr. Frank Rösch, seit Anfang des Jahres Geschäftsführender Leiter des Instituts für Kernchemie. Anlässlich der Preisverleihung Ende März hatte die ACS ein ganztägiges wissenschaftliches Symposium organisiert, auf dem führende Wissenschaftler ausführlich Gelegenheit hatten, in eingeladenen Vorträgen die einzelnen Aspekte der wissenschaftlichen Arbeiten von Norbert Trautmann darzustellen. Diese betreffen zum einen die Erzeugung und chemische Identifizierung kurzlebiger Spalt- und Kernreaktionsprodukte und ihre Untersuchung mit schnellen chemischen Trennverfahren. Trautmann hat zu der Entwicklung dieser Verfahren und ihrer Anwendung bei zahlreichen Elementen wesentlich beigetragen. Im Weiteren war er entscheidend daran beteiligt, die Resonanzionisationsmassenspektrometrie, auch Lasermassenspektrometrie genannt, hauptsächlich für Untersuchungen bei den schwersten Elementen zu nutzen. Mit dieser höchst empfindlichen Methode ist eine Ultraspurenanalyse, das heißt der Nachweis von etwa einer Million Atome eines bestimmten Elementes, möglich. So kann beispielsweise Plutonium in Umweltproben mit der Lasermassenspektrometrie auch bei äußerst geringem Vorkommen noch bestimmt werden. Der Preis ist nach dem amerikanischen Nobelpreisträger Glenn T. Seaborg benannt, der über viele Jahre an der University of California in Berkeley und am Lawrence Berkeley National Laboratory in führenden Positionen tätig war, sowie unter zehn amerikanischen Präsidenten als Minister beziehungsweise Berater gedient hat. Norbert Trautmann, geboren 1939 in Straubing, hat an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Chemie studiert und anschließend auf dem Gebiet der Kernchemie promoviert. Nach einer Assistenzzeit am damaligen Institut für Anorganische Chemie und Kernchemie der Uni Mainz und einem Postdoc-Aufenthalt bei Glenn T. Seaborg und Albert Ghiorso am Lawrence Berkeley Laboratory war er zunächst stellvertretender Betriebsleiter des Forschungsreaktors TRIGA Mainz und ab 1991 für 15 Jahre der Betriebsleiter des Mainzer Reaktors, der als einer von nur zwei Kernreaktoren an einer deutschen Hochschule maßgeblich für Grundlagen- und Angewandte Forschungen genutzt wird sowie zum Kompetenzerhalt auf dem Gebiet der Kern- und Radiochemie in Deutschland beiträgt. Hochrangige AuszeichnungDie seit 1955 vergebene Auszeichnung ging unter anderem an vier Nobelpreisträger und ist bislang erst an drei Nicht-Amerikaner verliehen worden: 1988 an Günter Herrmann vom Institut für Kernchemie der Universität Mainz, 1997 an Peter Armbruster von der GSI Darmstadt und 1999 an Karl-Ludwig Kratz, wiederum vom Institut für Kernchemie der Universität Mainz. Trautmann ist der erste Wissenschaftler, der die drei sehr angesehenen Preise auf dem Gebiet der Kern- und Radiochemie erhalten hat: den Fritz-Straßmann-Preis der Fachgruppe Nuklearchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (1984), den Otto-Hahn-Preis der Stadt Frankfurt am Main (1998) und nun den Glenn T. Seaborg Award for Nuclear Chemistry der ACS. Das Institut für Kernchemie beschäftigt zwischen 70 und 80 Mitarbeiter, darunter auch eine große Zahl von Diplomanden und Doktoranden: So wird derzeit an 25 Diplom- und Doktorarbeiten gearbeitet. Im Mai 2006 wurde mit dem Bau eines neuen Laborgebäudes begonnen, das bis Ende 2007/Anfang 2008 bezugsbereit sein soll. Dieser Erweiterungsbau wird mit einer hohen technischen Ausstattung und modernsten Sicherheitsstandards versehen Druckversion |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 14.05.2007 |
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