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02.07.2007Preis für Studie zum "Sekundenschlaf"Feldstudie zu Einflussfaktoren von FahrerschläfrigkeitAuf der SENSATION-Konferenz in Griechenland wurden Forscher des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit Kollegen der Universität Stuttgart für ihre Studie zu den Ursachen des Sekundenschlafs ausgezeichnet. Schläfrigkeit und Sekundenschlaf am Steuer führen nicht selten zu schweren Unfällen. Insbesondere für Fernfahrer oder Reisebusfahrer, die oft unter Zeitdruck lange Strecken am Steuer zurücklegen, ist die Gefahr allgegenwärtig. Zwar haben zahlreiche Untersuchungen in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass Schläfrigkeit und Schlafmangel das Unfallrisiko erhöhen. Genauere Erkenntnisse über den komplexen Zusammenhang zwischen äußeren Belastungsfaktoren wie z.B. Tageszeit oder Fahrdauer, persönlichen Risikofaktoren wie z.B. Alter oder Schlafstörungen sowie der daraus resultierenden Fahrerschläfrigkeit fehlen aber bislang. Genau hier setzt eine gemeinsame Studie der Mainzer und Stuttgarter Wissenschaftler an. Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) haben die Forscher die Entstehung von Schläfrigkeit und Sekundenschlaf bei Omnibusfahrern untersucht. Auf der internationalen SENSATION-Konferenz in Chania, Griechenland, zum Thema »Messung von Fahrerschläfrigkeit mit innovativen Sensoren zur Vermeidung von Sekundenschlaf« (»Monitoring sleep and sleepiness with new sensors within medical and industrial applications«) stellten Forscher aus 19 Ländern aktuelle Forschungsergebnisse in Vorträgen und Postern vor. Die Poster wurden nach ihrer wissenschaftlichen und auch graphischen Qualität bewertet. Die Forschergruppe aus Mainz und Stuttgart gewann mit ihrem Poster »Sekundenschlaf vorbeugen – eine Feldstudie zu Einflussfaktoren von Fahrerschläfrigkeit« (»Avoiding microsleep – a field study on influencing factors of sleepiness at the steering wheel«) den dritten Preis. Für ihre Untersuchungen haben die Wissenschaftler Reisebusfahrer mit ihren Passagieren auf Fernfahrten Tag und Nacht begleitet. Nach einer Eingangsuntersuchung wurden die Fahrer auf der Fahrt durch Fragebögen, Videoaufnahmen und Messungen des Pupillen- und Lidschlagverhaltens beobachtet, um Schläfrigkeit bzw. eventuell auftretenden Sekundenschlaf zu erkennen. Ziel des Projektes ist die Prävention schläfrigkeitsbedingter Unfälle. Die Untersuchungen werden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin gefördert. Es werden noch interessierte Busunternehmen als Teilnehmer an Messfahrten gesucht. Druckversion |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 10.07.2007 |
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