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  03.07.2007

Hilfe für Kinder mit Asthma, Allergien und Mukoviszidose

Neue Lungenfunktionsanlage in der Allergie-Ambulanz der Universitätskinderklinik

Seit wenigen Wochen ist die allergologische und pneumologische Ambulanz des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin um ein wichtiges diagnostisches Instrument reicher: Mit einer neuen Lungenfunktionsanlage können die Ärzte bei Kindern, die unter Asthma oder Mukoviszidose leiden, die Lungenfunktion überprüfen und das Lungenwachstum beobachten. Dabei bietet das neue Gerät im Vergleich zum Vorgänger viele neue Optionen und Parameter – wie etwa die Testung der bronchialen Empfindlichkeit, die Provokation der Lunge mit Allergenen oder die Messung des Sauerstoff- und Kohlendioxidaustausches in der Lunge. Zudem ist die Messkabine jetzt auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Unterstützt wurde die Anschaffung der neuen Lungenfunktionsanlage durch eine Initiative der EuropaChorAkademie an der Universität Mainz: Bei einem Weihnachtskonzert des Chors bei Boehringer Ingelheim waren dabei insgesamt rund 10.000 Euro an Spenden zugunsten des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin zusammengekommen.

Die pneumologische und allergologische Ambulanz des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin ist die einzige Einrichtung mit ausgewiesener Expertise in diesem Fachgebiet im Südwesten Deutschlands. Hier werden über 6.000 Kinder und Jugendliche aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und Luxemburg mit verschiedensten Allergien, Asthma, Neurodermitis, angeborenen und erworbenen chronischen Erkrankungen der Lunge und Mukoviszidose behandelt. Wesentlicher Bestandteil der Diagnostik bei Kindern mit Lungenerkrankungen wie Asthma und Mukoviszidose ist die Überprüfung der Lungenfunktion und die Beobachtung des Lungenwachstums. Auf dieser Basis können die Ärzte Therapien optimieren, Krankheitsprozesse in ihrem Verlauf beurteilen, Verschlechterungen verhindern oder den Gesundheitszustand häufig sogar verbessern. Dabei ist das oberste Ziel die allergiekranken Kinder und Jugendlichen mit einer normalen Lungenfunktion ins Erwachsenenalter zu entlassen, damit sie in ihrem weiteren Leben keine Beeinträchtigungen haben und auch bei der Berufswahl möglichst nicht eingeschränkt sind.

„Mit dem neuen Lungenfunktionsgerät können wir Kinder ab dem 4. Lebensjahr beurteilen. Wir können die entsprechenden Medikamente aufgrund dieser Untersuchungsmethode dann ganz gezielt einsetzen – in der jeweils geringst notwendigen Medikamentendosis. Durch eine erweiterte Software können wir zusätzliche Lungenfunktionswerte erheben, um uns in unserer Beurteilung noch sicherer zu machen“, erläutert Dr. Wolfgang Kamin, Leiter der allergologischen und pneumologischen Kinderambulanz. „Besonderen Wert bei der Anschaffung der neuen Anlage haben wir auch darauf gelegt, dass sie behindertengerecht ist, da in Mainz viele Kinder mit Muskelerkrankungen, angeborenen Stoffwechselerkrankungen und Fehlbildungen betreut werden, die auf den Rollstuhl angewiesen sind.“

„Die Anschaffung der neuen Anlage gelang mit der großartigen Unterstützung durch die EuropaChorAkademie. Hierüber freuen wir uns sehr“, betont Dr. Kamin. „Für unsere kleinen Patienten ist die neue Anlage ein wirklicher Gewinn.“

Die EuropaChorAkademie hatte bei einem Weihnachtskonzert bei Boehringer Ingelheim die geladenen Gäste um eine Spende gebeten. Insgesamt waren dabei rund 10.000 Euro zusammengekommen. „Dass wir damit zur Anschaffung einer neuen Lungenfunktionsanlage beitragen können, bestätigt uns in unserem Engagement für die Kinderklinik“, betont Silke Trzcinski, Geschäftsführerin der EuropaChorAkademie.



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Dr. Renée Dillinger
Pressestelle Universitätsklinikum
Tel +49 6131 17-7424
Fax +49 6131 17-3496
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